Am Freitag Frühling, am Samstag Herbst und am Sonntag Winter – die Besucher zeigten dem Wetter, ätsch, die lange Nase und genossen die Messe in vollen Zügen. Ob in der Sänfte auf dem Elefantenrücken oder im schwankenden Kahn – eine Runde auf dem nostalgischen Karussell brachte die Kleinsten ebenso zum Strahlen wie das Drehen an einem Glücksrad.
Da konnte man, zum Beispiel, einen coolen Sommerhut gewinnen – so einen, wie Frank Sinatra trug. Der siebenjährige Elias aus Baden gewann zehn Franken für einen Einkauf in der Ländli-Apotheke. Bei der Raiffeisenbank wandelten Männlein und Weiblein auf Donald Ducks Spuren: Sie schaufelten Geld und schätzten, wie viel auf der Schaufel drauf ist. Wer dem Betrag am nächsten kam, wurde als Tagessieger Besitzer eines Fonds-Sparplans in Höhe von 1000 Franken.

Über 80 Aussteller – einheimische und auswärtige aus dem Furttal, Baden, Wettingen, einer gar aus München – zeigten die Vielfalt auf, die sie an Dienstleistungen zu bieten haben. Sie taten es mit sehr viel Charme und auf attraktive Weise. «Die technischen Dienste hinter den Kulissen und die Aussteller haben alle ihr Bestes gegeben. Die Kultur der Gewerbler, ihr Engagement und ihre Begeisterung haben nicht nur uns überrascht, sondern auch die Besucher. Kaum war die Messe eröffnet, herrschte eine Superstimmung, und die Gastronomie kam zum Teil gar an ihre Grenzen», schwärmte OK-Präsident Martin Huber.

Ideen und Kreislauf angeregt

Verführerische Düfte nach gebrannten Mandeln und gegrilltem Fleisch, nach Raclette und Crêpes sorgten dafür, dass vor lauter Staunen und Plaudern das Magenknurren nicht überhört wurde. Abhilfe für trockene Kehlen wurde auch an verschiedenen Ständen geschaffen. Mit einem Gläschen Wein in der Hand liess man sich auch bei strömendem Regen gerne über die Vorteile einer Sommerküche informieren. Eine solche – chic à la Wahnsinn – gab es tatsächlich zu bestaunen und vieles, vieles mehr. Von elektrischen Golf-Caddys bis zum Elektro-Klavier, von der Gartensauna bis zum Massagegerät. Freundliche und umfassende Information über die verschiedensten Dienstleistungen wie Seniorenbetreuung, Bedachungssysteme, Rechtsschutz- und andere Versicherungen regten zu diversen Überlegungen an, das Strampeln auf dem Energievelo seinerseits tat solches mit dem Kreislauf.

Eine Messe gibt es in Würenlos nur alle zehn Jahre; einen Frühlingsmarkt seit 20 Jahren jeden April – am Samstag als reizvolle Ergänzung zur Gewerbeschau. Guetzli, Brot, Konfi vom Bauernhof, kleine Vasen aus Holz, Chindsgitäschli aus Blachen, afrikanische Körbe, selbst gemachte Truffes, Schoggikonfekt, verschiedenste Mousses fürs Dessertbuffet, Leggins-Jupes für kleine Luusmaitli – der Regen trübte die Entdeckerwonne eingefleischter Märtbesucher – vorwiegend aber -besucherinnen – nur marginal.


Einen Platz am Schärme hatten gar die drei kreativen Damen von «drüArt» zugeteilt. Da konnte man sich dann ausgiebig lustigen oder tiefgründigen Sprüchen wie «Das hier ist keine Unordnung, hier liegen nur Ideen herum» widmen, die das Trio kunstvoll auf Holzbrettchen zum Aufhängen malt. Ein Favorit war «If you want the best seat in the house, move the dog.» Hunde wissen, wos gemütlich ist.