Turgi
«Da hattest du noch Haare» – an der 100-Jahr-Feier der Bez schwelgten ehemalige Schülerinnen und Schüler in Erinnerungen

Die Bezirksschule Turgi feierte ihr 100-jähriges Bestehen mit geladenen Gästen. Als ehemalige Schülerin erzählte die heutige Nationalrätin Marianne Binder einige unterhaltsame Anekdoten.

Alexander Wagner
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An der 100-Jahr-Feier wurden Erinnerungen wach: Zwei ehemalige Schülerinnen spazieren durch ihr altes Klassenzimmer.

An der 100-Jahr-Feier wurden Erinnerungen wach: Zwei ehemalige Schülerinnen spazieren durch ihr altes Klassenzimmer.

Bild: Alexander Wagner

Angeregt wurden an der 100-Jahr-Feier der Bezirksschule Turgi die alten Berichte der Klassenlager durchgeschaut und Fotos durchstöbert. Dabei konnte es der eine oder andere nicht lassen, seinen ehemaligen Schulkollegen zu ärgern.

«Da hattest du noch Haare», sagte einer lachend zu seinem Kameraden. So war die Jubiläumsfeier ein gelungener Anlass und ein willkommener Anlass, um die aktuellen Herausforderungen in der Schule mit der besonderen Lage für einen Moment zu vergessen, zurückzulehnen, in Erinnerungen schwelgen und einfach nur zu geniessen.

Vorenthalten war die Jubiläumsfeier geladenen Gästen. So begrüsste Schulleiter Marius Schneider die zahlreichen ehemaligen Bezirksschüler, welche zum Teil vor Jahrzehnten an der Limmat ausgebildet und auf das Leben vorbereitet wurden. Mit Heidi Suter war sogar die älteste ehemalige Schülerin dabei – auch wenn sie die Bezirksschule noch im heutigen Gemeindehaus besuchte.

Für einmal tobten auf dem Pausenplatz also keine Kinder, sondern ehemalige Schulfreundinnen und Schulfreunde plauderten über vergangene Zeiten. Turgis Gemeindeammann Adrian Schoop konnte zwar selbst nicht in die Erinnerungskiste greifen, dafür die heutige Nationalrätin Marianne Binder aus Untersiggenthal. Sie erinnerte sich noch lebhaft an ihre vier Jahre in der Bez. Mit einem Augenzwinkern erhielt sie von Schulleiter Marius Schneider nochmals eine Kopie ihres damaligen Zeugnisses.

Von drei Schulzimmern zu einer grossen Anlage

Mittendrin in den alten, aber noch immer sehr präsenten Geschichten von früher war auch Bruno Bolliger – einer der prägenden Figuren der Bez, unterrichtete er doch während über vier Jahrzehnten in Turgi. Er liess es sich nicht nehmen, einige von seinen ehemaligen Schülerinnen und Schülern nach so vielen Jahren wieder zu sehen.

Angefangen hat die Bezirksschule noch ganz klein mit «drei schönen und geräumigen Schulzimmern» wie es in den alten Berichten heisst. Heute ist die Bez Turgi eine riesige Anlage – immer noch wunderschön an der Limmat gelegen.

Ob es nochmals 100 Jahre lang eine Bez in Turgi geben wird, weiss niemand, zumal vielleicht in mittelfristiger Zukunft eine Fusion mit der Stadt Baden ansteht. «Aber wir setzen alles daran, den Schulstandort zu bewahren», versprach Gemeindeammann Schoop. «Und hoffen, dass die Schülerschaft weiterhin lernt, kritisch zu denken.»

Als ehemalige Schülerin der Bez Turgi konnte Nationalrätin Marianne Binder einige Anekdoten zum Besten geben.
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Ehemalige Schülerinnen und Schüler spazierten durch die Ausstellung.
Die geladenen Gäste schwelgten gemeinsam in Erinnerungen.
Die aktuellen Schülerinnen und Schüler der Bez Turgi traten als Chor auf.
Viele der Gäste gingen vor Jahrzehnten in die Bez.

Als ehemalige Schülerin der Bez Turgi konnte Nationalrätin Marianne Binder einige Anekdoten zum Besten geben.

Bilder: Alexander Wagner

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