Baden
Twerenbold schafft Hallenplätze für 32 Busse

Das Reiseunternehmen erstellt am Firmensitz in Rütihof einen Wohn- und Gewerbebau. Neben 15 Wohnungen werden 32 Bus-Hallenplätze geschaffen. Im Neubau gibt es zudem eine Cafeteria und einen Warteraum.

Roman Huber
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Werner Twerenbold (rechts) erläutert das Projekt, hinten der preisgekrönte Busterminal. walter schwager

Werner Twerenbold (rechts) erläutert das Projekt, hinten der preisgekrönte Busterminal. walter schwager

Im Rücken der mit dem «Prix d’Acier» ausgezeichnete, 2006 eingeweihte 10 Millionen Franken teure Busterminal, schräg gegenüber der frisch anzustechende Baugrund eines Neubaus. Für den unlängst mit dem «Personality Award» der Schweizer Reisebranche ausgezeichneten Unternehmer Werner Twerenbold war es ein besonderer Augenblick. Darum wollte er den Spatenstich für diesen weiteren Meilenstein des 116 Jahre alten Familienunternehmens zelebriert haben, und nicht einfach begehen.

Auflage Wohnen wird erfüllt

Das Projekt des Architekturbüros Zulauf und Schmidlin wurde in einem Wettbewerbsverfahren auserkoren. Der Längsbau bildet den Abschluss des Firmenareals zum angrenzenden Wohnquartier und setzt auch einen städtebaulichen Akzent.

Die Wohnungen sind gegen Süden gerichtet, während sich der Bürotrakt zum Bushof öffnet. Weil die Twerenbold Reisen AG beim Bau des Terminals auf die Wohnnutzung in der Wohn-/Gewerbezone verzichten durfte, war nun eine Auflage der Stadt, den abgetauschten Wohnanteil zu realisieren, und zwar dort, wo es nun auch Sinn macht.

Nebst den 15 geplanten Wohnungen sowie einem 620 Quadratmeter grossen Büro-, Seminar- und Schulungsbereich werden nicht wie ursprünglich geplant 16, sondern gar 32 Bus-Hallenplätze geschaffen.

Rasche Entwicklung geht weiter

Ausserdem soll der Neubau zum «Terminal 2» in intensiven Reisezeiten werden, wenn mehr als 18 Reisebusse abgefertigt werden müssen und der Hauptterminal überlastet ist. Darum wird es im Neubau eine Cafeteria und einen Warteraum geben. Zusätzlich entstehen in der Tiefgarage weitere 62 Kundenparkplätze. Er selber sei überrascht, «wie schnell sich das Reiseunternehmen aus eigener Kraft in den letzten fünf Jahren entwickelt und den Neubau nötig gemacht hat», sagte Twerenbold.

Die Architekten hätten das Projekt darum zweimal anpassen müssen. So erhielt das Unternehmen erst im vergangenen Jahr einen Grossauftrag der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen und stellt für den öffentlichen Verkehr sieben neue Gelenkbusse. September 2012 soll der 13-Millionen-Franken-Bau bezugsbereit sein. Er macht laut Twerenbold auch den Erfolg sichtbar.

Der Busreiseveranstalter ist mit 47 Bussen in allen Regionen Europas unterwegs und einer der grössten in der Schweiz. Zum Reiseunternehmen gehören heute auch die Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG mit drei eigenen Flusskreuzfahrten-Schiffen, die Imbach Reisen AG für Wander- und Veloferien sowie der öffentliche Verkehr. Laut Twerenbold ist ein Ende des Wachstums noch nicht abzusehen.

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