Kurtheater Baden
Über 250 Ballettschülerinnen begeben sich auf Mondfahrt

Mit über 250 Ballettschülerinnen gastiert die Ballettschule Graf-Weissbarth im Kurtheater Baden. Sie führt dort "Peterchens Mondfahrt" auf.

Nadine Bunde
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Ballettschule Weissbarth Peterchens Mondfahrt
9 Bilder
Die Schülerinnen führen im Juni "Peterchens Mondfahrt" im Kurtheater Baden auf.
In Reih und Glied: die Kostüme.
Impressionen aus einer Probe der Ballettschule Graf Weissbarth. Sara Fisler-Weissbarth kontrolliert ein Kostüm.
Tänzerin Jennifer Langof mimt den Sandmann.
Valerija Krbanjevic als Mondmann.
Ambika Mukherjee ist der Donnermann.
Leonie Rüegg als Käfer.
Leonie Serrano ist Peterchen (links) und Sara Koch ist Annelies.

Ballettschule Weissbarth Peterchens Mondfahrt

Sandra Ardizzone

«Wir sind schon total im Reisefieber», sagt Katharina Wettstein-Graf an der abendlichen Probe im Ballettstudio in Hausen. Denn die diesjährige Aufführung der Ballettschule Graf-Weissbarth, die am nächsten Wochenende im Kurtheater in Baden gastiert, handelt von einem Maikäfer namens Sumsemann. Dieser fliegt zusammen mit den Menschenkindern Peter und Anneliese zum Mond, um dort sein verloren gegangenes sechstes Beinchen zu holen.

Graf hat zusammen mit ihren Kolleginnen Sara Fisler-Weissbart und Patricia Hirschi das bekannte Kinderbuch «Peterchens Mondfahrt» in ein Ballett umgewandelt. Die drei Ballettlehrerinnen haben die Musik gesucht, die Tänze choreografiert und zusammen mit vielen hilfsbereiten Müttern für Ballettschülerinnen aus 21 Klassen über 270 Kostüme genäht. «Es ist ein riesiger Aufwand», sagt Graf. «Aber es lohnt sich: Die Kinder freuen sich immer wahnsinnig auf diese Zeit.» Mit dabei sind Ballettschülerinnen vom Kindergarten bis ins junge Erwachsenenalter.

Einmal Bühnenluft schnuppern

Alle zwei Jahre stellt die Ballettschule mit Studios in Brugg und Hausen eine solche Aufführung auf die Beine, die Proben dafür dauern fast ein ganzes Jahr. Während die Solistinnen durch das Studio tanzen und ihre Choreografien üben, erzählt Weissbarth, was an der Geschichte über Herrn Sumsemann besonders ist: «Es geht darum, sich gegenseitig zu helfen, jemanden zu unterstützen. Ein Thema, das zur Zeit gerade besonders aktuell ist, aber auch immer aktuell bleiben wird.»

Das Ballett wird an drei Abenden im Kurtheater aufgeführt: vom 16. bis 18. Juni tanzen die rund 270 Ballettschülerinnen Sumsemanns Geschichte. «Wir möchten es unseren Schülerinnen möglich machen, einmal Bühnenluft zu schnuppern», sagt Weissbarth. «Das ist für sie etwas ganz Besonderes.» Es gehöre viel Mut dazu, eine solch grosse Bühne wie die des Kurtheaters zu betreten, besonders für die Kleinen. «Es ist aber ein Erlebnis, das man nie wieder vergisst», sagt auch Graf.

Die Ballettschule hat in den vergangenen Jahren einige berühmte Geschichten getanzt: Von «Schneewittchen» über «Pinocchio» bis zu «Mary Poppins» und «Peter Pan» wurden von der Ballettschule schon verschiedenste Märchen auf der Bühne zum Leben erweckt. «Am ersten Abend ist die Nervosität immer am schlimmsten», sagt Weissbarth. «Der zweite Abend ist dann ganz ‹easy›, und am dritten Abend kommt dann Wehmut auf.»