Oberrohrdorf

Über der Sandwüste im Luftschutzkeller kreisen die Geier

Fast alle Besucher waren verkleidet, die Dekorationen enorm aufwendig. Die Veranstalter sowie die Besucher begeistert. Der Hinterbächliballl war einmal mehr ein voller Erfolg.

Ein warmer trockener Wind weht und wirbelte Wüstensand auf. Die Saloon-Türe pendelt hin und her, als die ersten Cowboys die Bar betreten, um ihre trockenen Kehlen zu befeuchten. Indianer messen sich im Bogenschiessen, während die Banditen ihren nächsten Bankeinbruch planen und die Aasgeier bereits ihre Kreise ziehen.

Die Szenerie am Hinterbächliball, dem Höhepunkt der Rohrdorfer Fasnacht, passt zum Motto: «Irgend en Wüeschti im Wilde Weschte». «Es ist grossartig, wie viele Besucher passend verkleidet gekommen sind. So viel Engagement findet man sehr selten», schwärmte Andreas Zimmermann, Präsident der Bänkli-Clique Oberrohrdorf, die zusammen mit der Polterzunft Staretschwil den Grossanlass zum 43. Mal durchführte.

Auch dieses Jahr wurden die Organisatoren mit einer gut gefüllten Halle belohnt. Gründe dafür gibt es für Zimmermann einige: «Der Ball lockt jährlich mit einer Live-Band und einer enorm aufwendigen Dekoration.» Über 1000 Arbeitsstunden sind dafür nötig. Stolz seien sie auch auf den rund 4 Meter langen Totempfahl. Ein Mitglied der Dalton-Brüder schwärmt: «Der Boden der VIP-Bar ist komplett mit Sand überdeckt und die Wände mit Holz ausgekleidet. Er konnte kaum glauben, dass er sich im Luftschutzkeller befindet.

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