«Wir kommen aus Japan, leben erst seit kurzem in Baden und haben kein Auto», sagt Yuko Ronda. Um auch ohne öffentliche Verkehrsmittel mobil zu sein, wäre ein Occasions-Velo die passende Alternative für die 37-Jährige. Ein Exemplar hat bereits ihre volle Aufmerksamkeit.

Volle Aufmerksamkeit haben auch die anderen gut 600 Fahrräder, die in Reihen aufgestellt sind. Vom Kinderrad mit Stützrädli bis hin zum Hightech-Velo ist alles vertreten. Auch ein knallig-grünes Trottinett für die Grossen wartet auf einen Käufer.

«Gut die Hälfte der Velos stammt von Händlern, der Rest von Privaten», sagt Organisator Rudolf P. Meier von der Pro Velo Region Baden. Bei den Händlern schaue man darauf, dass mindestens die Hälfte der ausgestellten Fahrräder restaurierte Occasionen seien. Zudem seien Billigimporte an der Börse nicht erwünscht, betont Meier.

Rund 20 Helfer sind im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. An drei Stationen werden die Velos in Empfang genommen beziehungsweise verkauft. Jedes Fahrrad wird über ein Software-Programm, das eigens für die Börse geschrieben wurde, erfasst. Der Kleber, auf dem Marke, Typ, Farbe und Preis stehen, wird dann an den Lenker gepappt. «Von den rund 600 Velos auf dem Platz wechselte die Hälfte den Besitzer», sagt Meier. Die glücklichen Verkäufer konnten am Mittag ihr Geld, die anderen ihren Drahtesel wieder abholen. Gut ein Dutzend Velos wurde der Pro Velo Region Baden als Spende für Rumänien vermacht.