Würenlos

Überparteiliche «Initiative 5436» präsentiert zweite Gemeinderats-Kandidatin

«Für mich war immer klar, dass ich wieder in die Politik einsteigen will»: Corinne Jakob Egger, Gemeinderatskandidatin «Initiative 5436».

«Für mich war immer klar, dass ich wieder in die Politik einsteigen will»: Corinne Jakob Egger, Gemeinderatskandidatin «Initiative 5436».

In Würenlos steigt Corinne Jakob Egger ins Rennen um den freiwerdenden Gemeinderatssitz von Hans Ulrich Reber. Sie gehört der überparteilichen Politgruppe «Initiative 5436» an, welche erst im März gegründet wurde.

In Würenlos zeichnet sich im Jahr der Gesamterneuerungswahlen eine gewisse Aufbruchstimmung in der Bevölkerung ab. So sorgt in der 6300-Einwohner-Gemeinde die kürzlich gegründete überparteiliche Gruppierung, die sich inzwischen den Namen «Initiative 5436» gegeben hat, für Gesprächsstoff. Eines ihrer primären Ziele ist es, Kandidaten für öffentliche Ämter zu finden und frischen Wind ins Würenloser Politleben zu bringen.

Kaum drei Monate nach ihrer Gründung präsentiert die Gruppe bereits eine Kandidatin für den freiwerdenden Gemeinderatssitz von Gemeindeammann Hans Ulrich Reber (SVP), der zu den Gesamterneuerungswahlen nicht mehr antreten wird. Die 49-jährige Corinne Jakob Egger steigt ins Rennen um einen Gemeinderatssitz. Damit ist sie bereits die zweite bekannte Kandidatin nebst Barbara Gerster Rytz (CVP). Noch unklar ist, ob die SVP den Sitz von Reber mit einem Kandidaten verteidigen will.

Corinne Jakob Egger macht sich vor allem für drei Themen stark: einen aktiveren Austausch zwischen Gemeinderat und Bevölkerung, den Ausbau des Mittagstisch-Angebots an der Schule sowie die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an demselben und die Belebung des Würenloser Zentrums, insbesondere der Zentrumsscheune. Dies sind auch die Schwerpunktthemen, welche die Politgruppe als erstes in Angriff nehmen wird.

Corinne Jakob Egger lebt zwar noch kein ganzes Jahr in Würenlos, ist aber in Neuenhof und damit in der Region aufgewachsen und besuchte hier die Schule. Von 2010 bis 2013 war sie parteilose Gemeinderätin in Fisibach im Zurzibiet und als solche unter anderem verantwortlich für die Ressorts Gesundheit und Soziales. Beinahe hätte sie sich als Ammann-Kandidatin aufstellen lassen. «Aus familiären Gründen konnte ich aber nicht mehr für eine zweite Legislatur kandidieren», sagt Jakob Egger. Die Familie ist denn auch der Grund, weshalb Corinne Jakob Egger mit ihrem 11-jährigen Sohn in die Region zurückgekehrt ist. «Für mich war immer klar, dass ich nach dem Umzug wieder in die Politik einsteigen will, und als ich von der ‹Initiative 5436› erfuhr, war das für mich eine Chance.» Der starke Dorfbezug und die Mitte-links-Ausrichtung der Politgruppe würden zu ihr passen, sagt sie. «Als ich hergezogen bin, habe ich zudem gespürt, dass die Themen, die wir nun als politischer Verein aufgreifen, in der Bevölkerung wichtige Anliegen sind.»

Kandidatensuche läuft weiter

Derzeit sucht die «Initiative 5436» weitere Kandidaten für die Schulpflege und die Finanzkommission. Martin Brogle, Mitgründer der Politgruppe, ist zuversichtlich: «Wir führen aussichtsreiche Gespräche mit möglichen Kandidaten, aber spruchreif ist noch nichts.» Brogle gehört selber der Schulpflege Würenlos an, wird aber nicht mehr zu den Wahlen antreten. «Ich war knapp zwei Legislaturen in der Schulpflege und nun verlässt mein Jüngster bald die Schule. Daher will ich jemand neuem Platz machen», sagt Brogle.

Seit ihrer Gründung im März ist die Gruppierung von fünf auf 15 Mitglieder angewachsen. «Sie alle wollen die Dorfpolitik aktiv mitgestalten», sagt Brogle, das sei eigentlich wichtiger als die Anzahl der Mitglieder.

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