Wettingen
Ufer wird entrümpelt, ob es regnet oder schneit

Die Pachtvereinigung Stausee Wettingen befreite die Limmat und ihr Ufer vom Abfall. Nur mit den versenkten Fahrrädern taten sich die Taucher schwer.

Julia Stückelberger
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Die Taucherin macht sich parat für die Abfallsuche im Wasser
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Zwei Männer halten die Taucher und zwei stehen auf der Brücke und befestigen das Boot
Diese Männer sammeln den Abfall am Ufer mit den Booten
Ein Teil des Abfalls
Wenn die Säcke voll sind, werden sie an Land gebracht
Wenn der Sack voll ist, wird der Abfall ins Boot geleert und es geht weiter mit der Suche
Diese zwei Männer haben das Ufer von Land aus abgesucht
Die Taucherin kommt zurück zum Boot
Stolz zeigt er seine Abfalltrophäe
Die Seile sind mit Eisenhaken versehen für schwere Gegenstände und zur Sicherheit
Die Strömung ist stark, darum sind die Seile mit den Eisenhaken sehr praktisch
Zum Schluss werden alle Säcke mit dem gesammelten Abfall vom Ufer noch eingesammelt und mit dem Boot zurück zur Fischerhütte transportiert
Die beiden Taucher nach getaner Arbeit
Alle Helferinnen und Helfer
Zum Schluss gibt es noch Fleisch vom Grill

Die Taucherin macht sich parat für die Abfallsuche im Wasser

Julia Stückelberger

Der Regen prasselte am Samstagmorgen unaufhörlich herunter. Doch die Stimmung bei der Fischerhütte Wettingen schien dennoch nicht getrübt zu sein. Einige waren schon mit den Booten am Ufer unterwegs, um den Abfall einzusammeln, andere warteten noch auf ihren Einsatz. Beim Grillstand wurde schon ein Feuer gemacht, damit dann alles pünktlich um 12 Uhr zum Mittagessen bereit ist. Denn der Abschluss der Uferreinigung ist immer ein kleines Grillfest, wo sich die Helfer wieder aufwärmen und stärken können.

Ungefähr 25 Jungfischer zwischen 8 und 16 Jahren sind bereits vor 9 Uhr Richtung Würenlos losgezogen, um den Abfall weiter oben am Ufer zusammenzusammeln. «Die Jungen sind mit Eifer und Spass dabei», sagt Peter Ehrbar, Präsident des Fischerclubs Wettingen. «Ausserdem soll die Abfallmenge Eindruck auf sie machen. So können sie in Zukunft ein Vorbild sein für alle, die den Abfall einfach auf den Boden werfen», sagt Ehrbar.

Neben den Booten, die am Ufer entlang fahren, sind auch noch vier Taucher unterwegs. Zwei davon tauchen am Ufer entlang, die anderen zwei sind mit einem der Boote unterwegs, um in der Nähe der Oetwiler Brücke nach Abfall zu suchen. Dort wird vieles von der Brücke geworfen, vor allem Fahrräder. Dieses Mal hatten die Taucher weniger Glück. Die Region um die Brücke schien sehr sauber zu sein. Sie brachten nur wenig Abfall zum Boot zurück. Die gefundenen Fahrräder konnten sie nicht herausholen, da sie bereits zur Hälfte eingegraben waren. «Die Sicht ist sehr gut, das Wasser ist klar, aber die Strömung ist stärker als im letzten Jahr», sagt die eine Taucherin. Die Taucher haben grosse Eisenhaken an einem langen Seil bei sich. Daran können sie grössere und schwerere Gegenstände wie Fahrräder befestigen und die beiden Männer im Boot ziehen sie dann heraus. Ausserdem ist es eine Sicherheit, damit sie durch die Strömung nicht zu weit vom Boot weggetrieben werden.

Um halb 12 Uhr gaben sie die Suche nach weiterem Abfall auf und fuhren zurück zur Fischerhütte, wo bereits das Fleisch auf dem Grill brutzelte.

Abfallmenge verkleinert sich

«Uns ist aufgefallen, dass sich die Abfallmenge in den letzten Jahren verkleinert hat», sagt Ehrbar. «Wenn allgemein weniger Abfall herumliegt, werden die Leute weniger dazu verführt ihren Abfall auf den Boden zu werfen. Die Hemmschwelle ist höher.»

Jedes Jahr ist es kalt bei der Uferreinigung. Aber warum kann man diese nicht später durchführen, wenn es wärmer ist? Ehrbar erklärt, dass Mitte März die Brutzeit der Wasservögel anfangen würde. Durch die Reinigung würden sie gestört werden. Ausserdem sei das Wasser nach der Schneeschmelze noch sehr klar, denn es wachsen noch nicht so viele Algen. So sieht man den Abfall besser.