Vor allem an den Wasserkontaktstellen sind unterspülte Mauerfundamente und ausgeschwemmte Mauerfugen sichtbar. Höchste Zeit zu handeln: «Eine Verzögerung würde teuer», erklärt Attiger. Verläuft alles nach Plan, so soll bereits im September 2011 mit der Sanierung begonnen werden.

Sanierung in Etappen

Die Natursteinmauern und -böschungen sowie die Stahlbetonkonstruktionen schützen die oberhalb liegenden Gebäude und Strassen. Mit der Instandsetzung der Ufermauern soll die Tragsicherheit dieser Bauwerke gewährleistet werden. Insgesamt handelt es sich bei der betroffenen Stelle um eine Strecke von 1.5 Kilometer – vom Mättelipark bis zur Holzbrücke. Diese Strecke wurde in sechs Zonen eingeteilt.

Die voraussichtlichen Baukosten werden eine Million knapp übersteigen. Der Einwohnerrat entscheidet am 17. Mai über die Kreditvergabe. Bei einer Bewilligung des Kredites wird der Bau gestaffelt durchgeführt. In einer ersten Etappe soll die Sanierung der Strecke Merciersteig bis Holzbrücke (Zonen 4, 5 und 6) in Angriff genommen werden.

«Bei der Umsetzung des Projektes wird selbstverständlich auf die übrigen Bauten im Bäderquartier Rücksicht genommen», versichert Stephan Attiger. Im Bereich Mättelipark/Limmatknie wird die Ufermauer beispielsweise im Zuge des Neubaus des Thermalbades und eines Wohngebäudes erstellt. Das ist auch der Grund dafür, dass der Baubeginn für die Instandsetzung der Zonen 1 bis 3 (Mättelipark bis Merciersteig) noch nicht definiert wurde.

Sitzstufen beim Tränenbrünneli

Die Palette der geplanten Massnahmen zur Instandsetzung ist breit: Unter anderem sollen die unterspülten Mauerfundamente untergossen, der Pflanzenbewuchs im Bereich der Verbauungen gezielt entfernt und gestoppt werden. Auch die Risse in den Betonkonstruktionen sollen repariert und das Geländer entrostet werden. Zudem erhält es einen neuen Anstrich. Schadhafte Stellen werden repariert oder ausgewechselt.

Zur weiteren Aufwertung des Limmatufers ist auch der Bau von Sitzstufen wieder aktuell. Gemäss Stephan Attiger sind solche beim Tränenbrünneli denkbar. Auch der Standort am Limmatknie stand zur Diskussion. Wegen der starken Strömung seien Sitzstufen dort jedoch zu gefährlich.