Richtplananpassung

Umfahrung Mellingen: Grossrats-Kommission sagt Ja – trotz Vernichtung von Ackerland

Die Umfahrung Mellingen führt zum Verlust von Landwirtschaftsfläche.

Die Umfahrung Mellingen führt zum Verlust von Landwirtschaftsfläche.

Die Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) stimmt der Richtplananpassung zu, die für eine Umfahrung Mellingen notwendig ist. Nötig ist diese, weil 4,34 Hektaren Landwirtschaftsland vernichtet werden.

Die Ortsdurchfahrt von Mellingen ist heute durch ein Verkehrsaufkommen von durchschnittlich 15'400 Fahrzeugen pro Tag belast. Die Mitglieder der Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) sind deshalb mehrheitlich von der Wichtigkeit der Umfahrung von Mellingen überzeugt, wie sie in einer Medienmitteilung schreiben. 

Die Kommission musste über eine Richtplananpassung beraten, und stimmt dieser grossmehrheitlich zu. Allerdings gibt es auch Kritik: Nach einer Projektänderung wird der Bau der Umfahrung den Verlust von 4,34 Hektaren Fruchtfolgeflächen zur Folge haben, was rund sechs Fussballfeldern entspricht. Das ursprüngliche Projekt sah eine Reduktion um 2,7 Hektaren vor. Ähnliche Kritik kam zuvor auch schon vom Bauernverband.

Die Projektänderung wurde aufgrund eines Gutachtens der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission nötig. Der Verlust der Fruchtfolgefläche werde allgemein bedauert und die vom Regierungsrat vorgeschlagene Lösung teilweise kritisiert, heisst es in der Mitteilung. Fruchtfolgeflächen sind ein Teil der für die Landwirtschaft geeigneten Gebiete, vorab Ackerland.

Einige Kommissionsmitglieder würden deshalb eine Tunnelvariante vorziehen. Zudem wurde beanstandet, dass die Abschnitte 1 und 2 der Umfahrung dem Grossen Rat nicht getrennt vorgelegt wurden. Die Bedenken konnten schliesslich aber keine Mehrheit umstimmen. (kob)

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