Wettingen

Umfahrung Mellingen und der geplante Baldegg-Tunnel geben zu denken

Regierungsrat Peter C. Beyeler war bester Stimmung.phe

Regierungsrat Peter C. Beyeler war bester Stimmung.phe

Die TCS-Untersektion Limmattal traf sich zur Generalversammlung im Tägi in Wettingen. Dort wurde über verkehrspolitische Themen diskutiert. Regierungsrat Peter C. Beyeler erinnerte an realisierte und noch bevorstehende Bauprojekte.

Der TCS ist für viele vor allem eines: die gelbe Autopannenhilfe. Dass der TCS aber noch Aktivitäten anbietet und sich verkehrspolitisch engagiert, haben die Anwesenden an der GV erfahren.

Präsident Walter Böhlen sagte in seiner Ansprache: «Die Energiewende umfasst Wärme, Elektrizität und Mobilität. 30 Prozent werden dabei für Treibstoffe verwendet. Die Mobilität muss sich anpassen.»

Gefragt sei unter anderem Carsharing. Doch ist für Böhlen klar: «Eine freie Wahl der Verkehrsmittel muss es geben. Dennoch ist ein gutes Zusammenspiel zwischen Strasse und öV sehr wichtig. Das Auto ist volkswirtschaftlich zentral. 2012 war das zweitbeste Autojahr: Es wurden 2,9 Prozent mehr Neuwagen verkauft.»

Der Aargau wächst

Nicht nur der Automarkt wächst, sondern auch die Bevölkerung. Regierungsrat Peter C. Beyeler meinte in seiner Rede: «Wir haben das Projekt Aargau plus 100'000 lanciert, um dieses Problem zu lösen.» Dass das Departement von Beyeler nicht untätig war, zeigen die vielen realisierten Projekte auf Strassen und Schiene.

Der FDP-Politiker zählte unter anderem den Ausbau des Bareggs, den Halbanschluss Spreitenbach oder den Bahnhof Mellingen auf. «Selbstverständlichkeiten, die wir heute fast vergessen haben», mahnte Beyeler. Zu denken gäben aber die anstehenden Projekte wie die Umfahrung Mellingen und der geplante Baldegg-Tunnel.

«Bei der vom Volk angenommenen Umfahrung Mellingen hat der VCS leider Beschwerde eingereicht und das Projekt verzögert. Das ist für mich eine Missachtung eines demokratischen Entscheids», sagte Beyeler, der an diesem Abend vom TCS mit einem selbst gemachten Mini-Kreisel verabschiedet wurde.

Musikalische Unterhaltung durch Zapzarap

Neben Politik gab es für die TCS-Mitglieder aber auch Kulinarisches und Unterhaltung: Die A-cappella-Gruppe Zapzarap begeisterte mit Gesang und Schauspiel.

Im Gespräch mit der Aargauer Zeitung gestand Regierungsrat Beyeler, dass das Bevölkerungswachstum im Aargau sehr komplex sei. «Man kann den Menschen nicht verbieten, in den Aargau zu ziehen. Wir haben eine Niederlassungsfreiheit.»

Auf die Frage, ob man mit noch besseren Mobilitätsmöglichkeiten nicht noch mehr Zuzüger anziehen würde, konnte er keine abschliessende Antwort geben. «Wir wollen aber weiter in Strasse und öV investieren. In Baden etwa zeigt sich, dass es heute weniger Autos gibt.»

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