Das Grand Casino Baden hat den Bruttospielertrag 2018 gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent gesteigert. Dabei handelt es sich um die Differenz zwischen den Spieleinsätzen und den ausbezahlten Spielgewinnen – die Summe belief sich im vergangenen Jahr auf 63,1 Millionen Franken.

2017 hatte der Bruttospielertrag 60,4 Millionen Franken betragen. Damit liege Baden in der Spielertrags-Rangliste der Schweizer Casinos nach wie vor auf Rang 3, heisst es in einer Mitteilung von gestern. Die Besucherzahlen allerdings gingen in Baden um 3,3 Prozent zurück, was auf die Fussball-Weltmeisterschaft und das herausragende Wetter im Sommer zurückzuführen sei.

Geschäftsführer Detlef Brose spricht von einem insgesamt sehr positiven Jahr, auch wegen des Gesamtergebnisses, das deutlich habe gesteigert werden können. «Dies erreichten wir mit der Steigerung der Umsätze, aber auch mit einer Reduzierung unseres Betriebsaufwandes.» Verschiedene Ausgabenposten konnten laut Brose verringert werden, unter anderem seien auch die Personalkosten leicht gesenkt worden.

Seit 2012 und der Eröffnung des Casinos Zürich hatte die Badener Spielbank mit Rückgängen beim Spielertrag zu kämpfen, ehe in den beiden vergangenen Jahren der Umsatz gesteigert werden konnte. «Dass wir nach schwierigen Jahren den Turnaround des letzten Jahres bestätigen und das Geschäftsergebnis erneut deutlich steigern konnten, stimmt uns positiv für die kommenden Jahre», so Brose.

Zuversicht herrscht bei der Badener Spielbank auch wegen der bevorstehenden Eröffnung des Online-Casinos. Das neue Geldspielgesetz, das am 1. Januar in Kraft trat, schafft für den Betrieb eines Casinos im Internet die gesetzlichen Grundlagen; nach derzeitiger Planung des Bundesrates könnten in der Schweiz ab Mitte 2019 Echtgeld-Casinos in Betrieb genommen werden. Das Grand Casino Baden hat das notwendige Konzessionserweiterungsgesuch laut der gestrigen Mitteilung fristgerecht eingereicht.

Welche Spiele werden angeboten?

Wie viel zusätzlichen Spielertrag das Online-Casino einbringen werde, sei schwer zu beziffern, so Brose. «Die Schweizer Spielbanken gehen von rund 300 Millionen Franken aus, die zuletzt pro Jahr an die illegal in der Schweiz operierenden Online-Casinos ins Ausland flossen. Unsere Aufgabe wird es sein, einen möglichst hohen Anteil davon in der Schweiz zu erwirtschaften. Hierfür müssen wir möglichst attraktive Spielprodukte anbieten, wobei wir auf die Genehmigungen der Eidgenössischen Spielbankenkommission angewiesen sind.»

So sei derzeit beispielsweise noch ungewiss, ob an sogenannten Dual-Tischen gespielt werden könne – dabei kann man im Internet auf Spiele wetten, die zeitgleich im Grand Casino stattfinden.

Nicht zuletzt könnte sich mittelfristig die Eröffnung des Badener Thermalbades positiv auf das Ergebnis des Grand Casinos auswirken. «Jede touristische Belebung der Stadt hilft auch uns», sagt Detlef Brose.