Untersiggenthal

Unbekannte köpfen 30 Jungreben von Aargauer Rebbauer

Rebbauer Pirmin Umbricht zeigt, wo die Jungreben geköpft wurden

Rebbauer Pirmin Umbricht zeigt, wo die Jungreben geköpft wurden

Das schmerzt vielen Weinliebhabern: Unbekannte haben einen Teil der 700 Rebstöcke von Pirmin Umbricht zerstört. Der Rebbauer kann es nicht fassen: «Mir gibt zu denken, wie man überhaupt auf eine solche Idee kommt, so etwas zu machen.»

Die Reben treiben wie kaum zu dieser Jahreszeit im Rebberg «Müsel». Doch der erfolgreiche Rebbauer Pirmin Umbricht hat nicht nur Grund zur Freude. Zurzeit versteht er nämlich die Welt nicht mehr.

Als er vergangene Woche die Reben zurückschnitt, entdeckte er, dass rund 30 Jungreben geköpft worden sind. Jemand hat sie mit einer Rebschere abgezwackt und die Zweige mitgenommen.

Bereits im vergangenen Herbst stiess er am Boden an einer Stelle auf Rebzweige, die jemand mutwillig abgeschnitten haben musste.

«Die sabotierten Reben sind, einfach gesagt, tot»

«Die sabotierten Reben sind, einfach gesagt, tot»

«Reben sind, einfach gesagt, tot»

«Der Schnitt erfolgte jeweils direkt unter der Stelle, wo die Reben veredelt worden sind oder mitten durch», erklärt Umbricht. Das tut besonders weh.

Die Rebstöcke bestehen aus amerikanischem Holz, das gegen die Reblaus resistent ist. Darauf wird die Rebsorte gepfropft, was man als Veredelung der Rebe bezeichnet. «Die sabotierten Reben sind somit, einfach gesagt, tot», führt Umbricht vor Augen.

Er habe nicht einmal daran gedacht, bei der Polizei Anzeige zu erstatten, sagt Pirmin Umbricht.

Der Schaden sei eigentlich gering, denn eine veredelte Rebe koste nur etwa vier Franken. Hinzu kämen zwar noch zwei Stunden Arbeit.

«Mir gibt viel mehr zu denken, wer auf eine solche Idee kommt, so etwas zu machen», sagt Umbricht.

Der Rebbauer hat sich rumgehört. Weder Nachbarn noch Passanten, die dort regelmässig vorbeikämen, hätten aber etwas Verdächtiges beobachtet.

Er glaubt auch nicht daran, dass die Täterschaft noch ausfindig gemacht werden könne. Pirmin Umbricht bleibt nur die Hoffnung, dass man künftig die Finger von seinen Reben lässt.

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