Die vier Wehntaler Gemeinden Niederweningen, Oberweningen, Schleinikon und Schöfflisdorf haben diesen Sommer eine Fusion zum Thema gemacht:

Es hätten Gespräche zu den Vor- und Nachteilen eines Zusammenschlusses stattgefunden, teilten sie mit. Weitere Gespräche sind nun auf das kommende Jahr vertagt worden: Beim Fahrplan und den nächsten Schritten herrschen noch unterschiedliche Meinungen.

Nachdem im Herbst ein Informationsabend zu verschiedenen Aspekten von Fusionen stattfand, haben die einzelnen Gemeinderäte intern diskutiert, wie es in der Zusammenschlussfrage weitergehen soll, heisst es in einem Communiqué.

«Die Ergebnisse wurden verglichen, und es wurde festgestellt, dass sowohl bei den nächsten Schritten als auch beim Fahrplan noch unterschiedliche Meinungen herrschen.» Im ersten Quartal des nächsten Jahres wollen sich die Gemeinderäte aber wieder treffen, um die Fusions-Frage erneut zu diskutieren.

Die vier Wehntaler Gemeinden zählen zusammen rund 6700 Einwohner. Die wichtigsten Punkte für das Gelingen einer Gemeindefusion seien mehrheitlich gegeben, schrieben sie im Sommer: Die vier Ortschaften bildeten eine geografische und topografische Einheit, sie wiesen gesunde Finanzstrukturen auf, und es würden bereits Zusammenarbeiten bestehen. Kooperationen existieren in mehreren Bereichen, etwa der Feuerwehr, der Jugendarbeit, der Spitex und dem Zivilschutz.

Kanton will Fusionen fördern

Der Kanton Zürich versuche kleinere Gemeinden schon seit einigen Jahren zu Fusionen zu motivieren, teilten die Wehntaler Gemeinden im Sommer mit. Bis 2011 seien Fusionen für kleinere Gemeinden aus finanzieller Sicht «kaum möglich» gewesen. Denn im alten Finanzausgleich seien kleine Gemeinden bevorzugt worden. Weil seit 2012 mittelgrosse Gemeinden von der Neuregelung am meisten profitieren, habe sich die Ausgangslage geändert.