Untersiggenthal
Gemeinderäte sollen mehr verdienen – «Anforderungen sind deutlich gestiegen»

Die Gemeindeversammlung stimmt am Donnerstag über die Höhe der Entschädigungen ab. Warum der Gemeinderat selber eine Erhöhung vorschlägt.

Pirmin Kramer
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Blick auf die Gemeinde Untersiggenthal.

Blick auf die Gemeinde Untersiggenthal.

Sandra Ardizzone / AAR

An der Gemeindeversammlung am Donnerstag in der Mehrzweckhalle wird über die Löhne der Gemeinderäte abgestimmt. Die Entschädigungen in der nächsten Amtsperiode von 2022 bis 2025 sollen massvoll angepasst werden, schlägt der Gemeinderat vor.

Neu soll der Gemeindeammann 85'000 Franken pro Jahr erhalten, der Aufwand beziehungsweise das Arbeitspensum wird gemäss Gemeindeversammlungsvorlage auf rund 50 Prozent geschätzt. In der aktuellen Amtsperiode wird das Gemeindeammann-Amt mit 75'600 Franken entlöhnt. Der Vizeammann soll neu 34'000 Franken verdienen (bisher: 28'200 Franken), die restlichen Gemeinderäte neu 30'000 Franken (bisher: 25'200 Franken). Die Entschädigung und Grundbesoldung des Gemeinderates seien in den letzten 10 Jahren praktisch unverändert geblieben, argumentiert der Gemeinderat in der Vorlage.

«Obwohl bereits 2017 erkennbar war, dass eine moderate Erhöhung richtig wäre, wurde aus finanzpolitischer Sicht auf eine Anpassung verzichtet.» Auch für die neue Amtsperiode seien wieder umfangreiche Abklärungen vorgenommen und Vergleichszahlen konsultiert worden. «Mit den vorhandenen Daten lassen sich gute Quervergleiche ziehen», heisst es in der Vorlage.

Aus den Erhebungen der Gemeindeammänner-Vereinigung lasse sich ableiten, dass eine massvolle Erhöhung als gerechtfertigt erscheint. «Es scheint unbestritten, dass die Anforderungen an dieses politische Amt in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen und anspruchsvoller geworden sind, dies bezüglich Menge der Geschäfte wie auch in der Belastung und den gestiegenen Anforderungen in allen Bereichen der Kommunalpolitik.»

Klar ist: Untersiggenthal wird einen neuen Gemeindeammann erhalten. Marlène Koller (SVP) hört Ende Jahr auf, als Nachfolger stellt sich Adrian Hitz (Die Mitte) zur Wahl. Der erste Wahlgang findet diesen Sonntag statt. (pkr)