Erst kürzlich hat sich die Genossenschaft Migros Zürich verpflichtet, in allen Filialen im Kanton zu prüfen, ob eine Abgabe von Tagesfrischprodukten nach Ladenschluss an Hilfsorganisationen möglich ist.

In Baden unterstützen die Grossverteiler schon länger Hilfswerke mit Lebensmitteln, die sie nicht mehr verkaufen können, deren Mindesthaltbarkeitsdatum aber noch nicht erreicht ist.

Migros unterstützt «Hope»

Die Genossenschaft Migros Aare verpflichtet ihre Filiale, je nach Standort unterschiedliche Hilfswerke zu unterstützen. In Baden wird das christliche Sozialwerk Hope unterstützt. Die Schweizer Tafel, ein Projekt der Stiftung Hoffnung für Menschen in Not, sammle die Nahrungsmittel ein, die nicht mehr rechtzeitig verkauft werden konnten, erklärt Susanne Steimer.

Sie ist Personalverantwortliche beim Hope. «Wir kochen zusammen für unser Restaurant und bieten den Langzeitarbeitslosen und Renten-Bezügern Beschäftigung, gesunde und vollwertige Nahrung, Gesellschaft und erklären, wie man mit Lebensmittel umzugehen hat», erklärt Steimer.

«Ohne diese Lebensmittel könnten wir ihnen diese sinnvolle Tagesstruktur nicht anbieten.» Indem für das Restaurant gekocht wird, entstehe eine Situation wie auf dem Arbeitsmarkt. Vier Mal pro Woche werde das Hope beliefert.

Von Manor an «Tischlein deck dich»

Die Badener Manor-Filiale unterstützt den Verein «Tischlein deck dich», der regelmässig Esswaren an Menschen abgibt, die unter dem Existenzminimum leben. In Baden verteilen sechs Freiwillige jeden Mittwoch in Räumlichkeiten der reformierten Kirchgemeinde Essen an 40 bis 50 Bezüger.

«Wir geben vor allem Obst und Gemüse ab», erklärt Elle Steinbrecher, Mediensprecherin von Manor. Diese Produkte könnten nach Gesetz weitergeben werden, da sie kein Mindesthaltbarkeitsdatum hätten. Andere Produkte würden kaum übrig bleiben.

Derweil werde die Badener Filiale von Coop, der mit der Schweizer Tafel zusammenarbeitet, nicht angefahren, erklärt die Mediensprecherin Stephanie Weiss. In der Region würden aber einige Filialen dem Hilfswerk Lebensmittel abgeben, deren Verkaufsdatum abgelaufen ist. «Die Initiative, welche Verkaufsstelle einbezogen wird, geht von der Schweizer Tafel aus», erklärt Weiss.