Baden

Unzufriedenheit wegen lückenhafter Tagesstrukturen in Baden

Interview mit Carina Groves zu den Tagesstrukturen in Baden

Interview mit Carina Groves zu den Tagesstrukturen in Baden

Es herrscht Unzufriedenheit. Zu lückenhaft sind die Tagesstrukturen in der Stadt, die noch vor einigen Jahren Vorreiterin sein wollte.

Nach dem Meierhof waren auch die Quartiere Allmend/Münzlishausen und Hasel/Martinsberg mit einer Anfrage betreffend Tagesstrukturen an den Stadtrat gelangt. Hier gibt es ein zusätzliches Problem: Die Kindergärtler sollen darum in den Tageshort in der Innenstadt geschickt werden, zumal es dort noch freie Plätze habe.

Erneut Diskussion verlangt

Die Anfrage von Carina Groves vom Elternkomitee Tagesstrukturen der beiden Stadtquartiere Allmend/Martinsberg unterstreicht einmal mehr, dass in diesem Bereich in Baden Handlungsbedarf besteht. Groves Frage: «Wann und in welcher Form werden für die Kindergarten-Kinder aus diesen Quartieren Tagesstrukturen angeboten?» Zwar ist ein Zwischenbericht Strategie Tagesstrukturen in Aussicht gestellt und soll im Dezember 2012 in den Rat kommen. Doch dieser wollte das Thema gleichwohl diskutieren.

Der Stadtrat weist in seiner Antwort zwar darauf hin, dass Kindergärtler umplatziert werden können an einen Ort, wo Tagesstrukturen vorhanden wären. Carina Groves wies auf den unbefriedigenden Zustand hin. Es brauche Lösungen, die dem Bedürfnis nach Betreuungsplätzen Rechnung tragen würden.

Warten auf den Zwischenbericht

Margreth Stammbach (Grüne) betonte, dass quer durch die Bevölkerung der Bedarf an Tagesstrukturen vorhanden sei. Die Lösung, Kindergarten-Kinder aus kleinen Quartieren in andere Kindergärten zu versetzen, erachtete sie als schlecht, weil man sie damit aus ihrem sozialen Netz nehme. Sie hoffe auf einen erfreulichen Zwischenbericht.

Auch Rita Bächli (SP) äusserte ihre Unzufriedenheit über eine Strategie, die zu viele Löcher aufweise. Ebenso äusserte sich Andrea Libardi (FDP) kritisch. «Die Planung ist falsch gelaufen», sagte Peter Conrad (CVP). Man müsse die Strategie neu ausrichten, aber es werde etwas kosten. Er bedauert, dass die Stadt, die vor Jahren Vorreiterin in dieser Sache sein wollte, heute als rückständig gelte.

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