Baden

Vandalen haben Sanierung von Sauberwasserleitung verzögert

Markus Senn (Ingenieurbüro Senn AG), Christian Wolff (Abteilung Tiefbau Baden) und Nadia Roth(Ingenieurbüro Senn AG) (v.l.) bei der Baustelle Schulhaus Meierhof.Yvonne Lichtsteiner

Markus Senn (Ingenieurbüro Senn AG), Christian Wolff (Abteilung Tiefbau Baden) und Nadia Roth(Ingenieurbüro Senn AG) (v.l.) bei der Baustelle Schulhaus Meierhof.Yvonne Lichtsteiner

Die alte Sauberwasserleitung in Baden vom Meierhof bis zum Dättwiler Weiher wird ersetzt. Doch alte Bausünden und Vandalen haben die Bauarbeiten verzögert.

Sie ist rund ein Kilometer lang und erstreckt sich vom Meierhof bis zum Dättwiler Weiher: die Baustelle für eine neue Sauberwasserleitung. Die alte Leitung wies Schäden und einen zu kleinen Durchmesser auf, bei starken Regenfällen gelangte Sauberwasser in die Schmutzwasserkanalisation.

Zudem wird der Auslauf des Dättwiler Weihers als naturnaher Bachlauf erneuert. Der Bach beim Schulhaus Meierhof wird neu gestaltet und vergrössert. Kostenpunkt für das Projekt: 1,6 Millionen Franken.

Anfang Mai haben die Arbeiten an der Stadtbachstrasse begonnen – kein einfaches Unterfangen, denn: Die Baustelle ist in fünf Etappen eingeteilt, jede auf sich abgestimmt.

Bausünden verzögern Bauarbeiten

«Die erste und die dritte Etappe werden parallel ausgeführt», sagt Christian Wolff, Abteilung Tiefbau Baden. In den beiden Etappen gehe es darum, die neue Sauberwasserleitung zu legen (Stadtbachstrasse) und die Leitung zu vergrössern (SBB-Brücke Dättwilerstrasse), erklärt er.

Doch: «Die Arbeiten mussten immer wieder unterbrochen werden, weil Bausünden und alte Leitungen im Boden waren.» Insgesamt 120 Tonnen Altlasten hätten in die Sondermüllanlage gebracht werden müssen, sagt Wolff.

Und ein weiteres Problem sorgte für Verzögerung, weiss Markus Senn, Ingenieurbüro Senn AG: «Regelmässig reissen Vandalen bei der Baustelle Absperrungen weg.» Auch Autos seien schon beschädigt und Pneus aufgeschnitten worden.

Ein Meter wird zu sechs Metern

Bei der zweiten Etappe wurde der sich beim Schulhaus Meierhof befindende Bach trockengelegt. «Auf dem Abschnitt der Schule wird das Bachprofil vergrössert», sagt Wolff. Insgesamt soll der Bach, der heute ein Meter breit ist, auf sechs Meter vergrössert werden. «Die anliegende Schulwiese muss diese Fläche opfern», sagt Senn.

Nicht weiter schlimm, denn: Der Abschnitt vom Schulhaus werde dafür schöner gestaltet, es soll mehr Platz für Pflanzen geschaffen werden. Und: «Auch den Kindern soll es gefallen.»

Bis Mitte Oktober Abschnitte fertig

Auch bei der dritten Etappe hätten sie mit Verzögerungen zu tun gehabt. «Es sind alte Swisscomleitungen und Sickerleitungen zum Vorschein gekommen», sagt Senn. Dazu musste der Veloweg zwischen der SBB-Brücke Dättwilerstrasse und dem Wendeplatz Stadtbachstrasse gesperrt und mit Sicherheitsnetzen ausgestattet werden.

Bei den beiden letzten Etappen wird Ende Juli der Auslauf des Dättwiler Weihers offengelegt und dieser neu gestaltet. Die Arbeiten sollen möglichst zügig ausgeführt werden, sodass alle Abschnitte bis Mitte Oktober fertiggestellt werden können.

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