Für die Velofahrer bringt das Schulhausplatz-Projekt eine wesentliche Verschlechterung: Der Velo-Tunnel, heute die rasche und sichere Verbindung von der Bruggerstrasse in Richtung Hochbrücke, wird der Bus-Rampe Bruggerstrasse und dem Bus-Tunnel geopfert. Damit fällt er für den Velofahrer weg. Dieser muss sich künftig beim Abbieger auf dem Radstreifen zwischen zwei Autospuren und allenfalls 40-Tönnern einreihen. Das ist ein sehr heikles und nicht ganz ungefährliches Unterfangen, sofern der Velofahrer nicht doch die sichere Unterquerung durch die Fussgängerpassage bevorzugt.

Es wurde keine Lösung gefunden

Wenn auch die Jungfreisinnigen das Projekt Schulhausplatz begrüssen, so erachten sie dieses aus Sicht der Radfahrer als mangelhaft. Das Problem eines Ersatzes für den Velo-Tunnel sei zwar diskutiert worden. Eine Lösung habe man jedoch nie gefunden, lassen sich die Jungfreisinnigen verlauten. Darum schlagen sie nun vor, den Velo-Tunnel durch einen Velo-Highway zu ersetzen, Dieser würde die Radfahrer kurz nach dem Schlossbergplatz auf den Highway führen. Über diesen könnten dann die Velofahrer die Schulhausplatz-Kreuzung in hohem Bogen über allen andern Verkehrsteilnehmern passieren. Kurz vor der Hochbrücke würden sie wieder auf die Ebene des motorisierten Verkehrs gelangen.

Am Radstreifen gespart

«Die Brücke, die hierfür gebaut werden müsste, würde ausschliesslich den Velofahrern zur Verfügung stehen», teilen die Jungfreisinnigen mit. Der Vorteil einer solchen Verbindung käme nicht nur den Velofahrern zugute, teilt die Jungpartei mit. «Der Vorteil eines Velo-Highways von Baden nach Wettingen ist zudem, dass ein Radstreifen gespart werden könnte und der motorisierte Individualverkehr mehr Platz erhielte», heisst es weiter.

Durch einen markanten und eleganten Steg würde die Stadt Baden ihren Ruf als velofreundliche Stadt festigen können, so die Jungfreisinnigen. Mit ihren Arbeitsplätzen und der Belastung durch Autopendler könnte ein solches Projekt den Verkehr entlasten. Statisch und sicherheitstechnisch müsste das Vorhaben gut geprüft werden.

Allenfalls müsste noch ein Nachtragskredit eingeholt werden. «Ob der Velo-Highway finanziell realisierbar ist, muss darum erst abgeklärt werden», so Gabriel Kaspar von den Jungfreisinnigen. Die Jungpartei steht mit dem Einwohnerrat und auch mit der IG Pro Velo in Kontakt.