Region Baden
Velo statt Auto: Fahrzeuge sollen für einen Monat in der Garage bleiben

Einen Monat lang aufs Auto verzichten und dafür mit dem Velo oder gratis mit dem Bus zur Arbeit fahren. «badenmobil» sucht für Umsteige-Aktion Firmen und Geschäftsleute. Dabei winkt jedem Teilnehmer sogar noch ein Gutschein.

Roman Huber
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E-Bikerin (Archivbild).

E-Bikerin (Archivbild).

Die Aktion, für einen ganzen Monat aufs Auto zu verzichten und auf Multimobil umzusteigen, kommt zu einem idealen Zeitpunkt. Denn im kommenden Jahr wird es auf dem Schulhausplatz in Baden mit den Bauarbeiten so richtig losgehen. «Die Multimobil-Aktion ist darum ein guter Anlass, um sich auf diese Zeit so einzustellen, indem man seine ideale Mobilität findet», sagt Beatrice Meyer, Leiterin der Mobilitätsberatung bei «badenmobil».

Im September können Firmen oder einzelne Abteilungen sowie Geschäftsleute aus der Region Baden-Wettingen ihr Auto in der Garage stehen lassen und auf umweltschonende Verkehrsmittel umsteigen. Für diese Aktion sucht «badenmobil» Partner, die sich multimobil geben wollen.

Als alternative Transportmöglichkeiten bieten sich der öffentliche Verkehr, das E-Bike oder das Velo sowie Carsharing an. Wer mitmacht, erhält kosten-los ein A-Welle-Monatsabonnement und ein Mobility-Carsharing-Abonnement. Die Bikezone stellt leihweise ein E-Bike zur Verfügung. Für jede teilnehmende Person gibt es ausserdem einen Gutschein im Betrage von 100 Franken für Velozubehör und Velobekleidung.

Mobilitätsverhalten wird geprüft

Die Schlüsselabgabe des Autos erfolgt in einem symbolischen Akt. Wer vom 28. August bis zum 25. September bereit ist, sein Auto beiseite zu stellen, verpflichtet sich, während eines Monats vor und während der Aktion die zurückgelegten Wege aufzuzeichnen. Dies geschieht mittels einer App für Smartphones. Mit einem Fragebogen wird das persönliche Mobilitätsverhalten vor und während der Aktion erfasst. Die Befragung wird durch den Verein Myblue-planet durchgeführt. Ausserdem sollen die Teilnehmenden in Interviews für die Zeitungen sowie auf Social-Media-Plattformen und auf der Internetseite von «badenmobil» über ihre Erlebnisse und Erfahrungen berichten.

Anmelden kann man sich direkt bei der Beratungsstelle «badenmobil». Eine Jury wird die Teams aussuchen. Wichtige Kriterien sind, dass die Teilnehmenden üblicherweise mit dem Auto fahren, experimentierfreudig, motiviert und kommunikationsfähig sind. Dazu muss man auch Freude an der Bewegung mitbringen. Arbeits- und Wohnort sollen in der Region liegen.

«badenmobil» ist ein partnerschaftliches Programm der Stadt Baden, des Kantons Aargau und des Verkehrsverbandes Aargau Ost zur Förderung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität in der Region Baden-Wettingen. Die Finanzierung erfolgt durch diese Träger. Das Programm wird ebenfalls durch Energie Schweiz unterstützt. Das Tätigkeitsgebiet umfasst die Gemeinden von Baden Regio und zielt vor allem auf Mobilitätsberatung ab.

Die Leitung der Stelle, die gemäss Pflichtenheft ihre Leistungen zu erbringen hat, wird von den Regionalen Verkehrsbetrieben Baden-Wettingen gestellt mit Leiterin Beatrice Meyer, Sonja Kaspar, Teamleiterin Beratungs- und Verkaufsstelle sowie Priska Iseli, Teamleiterin, Verkauf Info Baden. Im Steuergremium sind Stadt Baden, Kanton und Verkehrsverband vertreten.

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