Zirkus

Verblüfft und verzaubert: Valentinos Traumtheater gastiert in Wettingen

Wie in einem Traum: Eine farbenfrohe Vorstellung im Zirkuszelt in Wettingen.

Wie in einem Traum: Eine farbenfrohe Vorstellung im Zirkuszelt in Wettingen.

Noch bis zum 3. Januar begeistert Valentinos Traumtheater auf der Zirkuswiese in Wettingen. Das Publikum lässt sich von wilder Akrobatik, Tiernummern und Balance-Akten verzaubern.

Im gemütlichen Rundzelt auf der Wettinger Zirkuswiese lässt sich ausgezeichnet feiern, ausspannen und in die romantische Zirkusgeschichte eintauchen. Schon zum Willkommen an der Bar im Vorzelt wird ein Cüpli bei Kerzenlicht serviert. Der rote Teppich führt in ein grosses Zirkuszelt mit Tischen und gepolsterten Stühlen.

Hier thront der Chef an der «WunderBar»: Valentino oder mit vollem Namen Vladimir Reznicek, hat die Kunst der Gläserbalance seiner Tochter Michelle weitergegeben. Sie führt sie als Barkeeperin vor, steigert bis gegen zehn Gläser, die sie auf drei Etagen auf dem Messer in ihrem Mund beisammenhält. Sogar einen silbernen Ständer mit fünf brennenden Kerzen kann sie entlang der Theke schweben lassen.

Tänzelnde Bälle, Hunde und Tennisrackets

Ehefrau Corinne erscheint als Besucherin, unbeschwert mit einer Freizeittasche und in sportlichem Tenue. Doch daraus wird ein Würfelobjekt mit immer neuen Ausstülpungen, dem sie schliesslich im glitzernden Kleid wieder entschlüpft. Ob Tochter Michelle auf Weinflaschen tänzelnd Bälle jongliert, Mutter Corinne die drei kleinen Hunde spielend ihre Kunststückchen präsentieren lässt oder Vater Valentino Bälle um ein Tennisracket durch die Luft wirbelt: Alle drei können sich auf Tochter Maja im Hintergrund als Ton- und Lichttechnikerin verlassen.

Aus uralter Theatertradition hat es Valentino schon in Prag gelernt und ausgefeilt und dann zusammen mit seiner Frau Corinne vor 35 Jahren in die Schweiz gebracht. Der Barkeeper erscheint nun schwarz, aber mit leuchtendem Kopf und weissen Händen sowie roten Füssen und beginnt zu tanzen und sich aufzulösen, indem der Kopf taumelnd in die Höhe schwebt, die Hände sich verdoppeln und nach den Füssen streben, die sich immer mehr entfernen. Später entfaltet sich aus einem einfachen Hemd ein bunter Zaubervogel, der bald muntere Gesellschaft erhält, die sich um ein Ei balgt.

Das Künstlerquartett – schwarz gekleidet – verleiht Händen, Füssen oder Alltagsgegenständen ein buntes Eigenleben, denn diese werden durch das Black-Light angeleuchtet. So entstehen traumhafte Vorstellungen und Illusionen. Stargast Stephan setzt mit seinen Kapriolen und seiner Akrobatik auf dem Bike einen kraftvollen Gegensatz und wagt – so scheint es uns – Kopf und Kragen, dies aber ohne Stürze und Stolpern, einfach souverän.

Kater Tjago und Katze Diva entzücken

Der mächtige und langhaarige Kater Tjago lässt sich gerne von Corinne hätscheln und tragen, präsentiert dann aber, dass sich auch Katzen dressieren lassen. Auch die zierliche Maine-Coone-Katze Diva umschmeichelt die neue Besitzerin Corinne und macht so manchen Luftsprung für ein Leckerli. Ihre Züchterin, Regula Weber aus Dielsdorf, sitzt mit der ganzen Familie im Publikum und meint begeistert: «Das hätte ich mir nie träumen lassen, ich konnte Diva kaum halten, sie war so wild und eigensinnig.»

Begeistert äussern sich auch Sonja Gasser und Peter Durr aus Suhr: «Unglaublich, was die fünf Personen alles schaffen mit ihrem Programm, dem Service und der Küche. Und alles mit Perfektion, Ruhe und Gelassenheit.» Am benachbarten Tisch sitzen zwei Ehepaare aus Baden und rühmen die einzigartige Atmosphäre: «Wir sind alle etwas gestresst eingetroffen, aber nun sind wir völlig entspannt und fühlen uns seelisch, geistig und körperlich fein gesättigt.»

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