«Es ist wichtig, dass die Künstler, die im Museum ihre Werke ausstellen, einen Bezug zu Eduard Spörri haben», sagt Rudolf Velhagen, Kurator des Spörri Museums in Wettingen.

Mit Maler, Zeichner und Bildhauer Dieter Hall wurde genau dies gefunden. Nicht nur bewundere Hall die Werke von Spörri, sagt Velhagen, auf die Anfrage, im Museum auszustellen, habe der Künstler mit Begeisterung reagiert.

«Dieter Hall hat den Winter genutzt, um eigens für das Spörri Museum Werke zu gestalten», sagt Velhagen. So stellt das Spörri-Museum unter dem Thema «Eduard Spörri trifft», das 2010 lanciert wurde, von Juni bis Dezember die Werke von Hall aus.

Die Vergänglichkeit des Lebens

Wie einst Spörri, konzentriert sich auch Künstler Dieter Hall auf die skulpturale Kunst. Und: «Beide, Spörri und Hall, haben ihren Ursprung im figurativen französischen Impressionismus.»

Unter dem Motto Brunnenspiele finden sich vor dem Museum drei grosse Brunneninstallationen. Weitere kleine Skulpturen finden sich im Erdgeschoss des Museums – darunter auch das Werk des Aschenbecherbrunnens.

«Im Untergeschoss des Museums können Landschaftsbilder bewundert werden», sagt Velhagen. Hall habe sich von der Umgebung von Wettingen inspirieren lassen. Der Künstler stelle in diesen Bildern vor allem die Vergänglichkeit des Lebens in den Vordergrund, sind doch die Bilder meist menschenleer und wirken gar melancholisch.

Brunnenrundgang

Das Thema Brunnen zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung. Und beim Brunnengang führt Velhagen in einem Spaziergang durch Wettingen. «Dies soll zeigen, wo Spörri überall seine Spuren hinterlassen hat», so Velhagen. Ausserdem soll dies die Gemeinsamkeiten zwischen Spörri und Hall zeigen.

Vernissage Dieter Hall: Brunnenspiele, am 7. Juni, um 19 Uhr, Museum Eduard Spörri in Wettingen.