Baden
Vergewaltigung von Baden: Polizei hat erste gute Hinweise erhalten

Baden ist geschockt: Ein etwa 24-jähriger Mann hat am vergangenen Wochenende beim Nordportal eine 28-jährige Frau vergewaltigt. Die Polizei ermittelt unter Hochdruck und hat bereits viel versprechende Hinweise erhalten.

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Die Nische beim Nordportal. M1

Die Nische beim Nordportal. M1

Die Vergewaltigung am vergangenen Wochenende mitten in Baden hat die Bevölkerung und Partygänger-Szene aufgewühlt. Viele fragen sich: Wie kann bloss ein solches Verbrechen nur wenige Meter neben dem grossen Partyclub-Lokal «Nordportal» verübt werden, ohne dass jemand etwas mitbekommen hat?

Am Sonntagmorgen um vier Uhr verliess eine 28-jährige Frau nach Geschäftsschluss den Club «Nordportal», so wie dies Dutzende Partygäste ebenfalls getan hatten. Vor der Türe wurde die Frau von einem etwa 24-jährigen Mann angesprochen. Er hatte sie bereits zuvor an der Party in der «Eventhalle Nordportal» kontaktiert. Die Frau bat ihn aber mehrmals, dies zu unterlassen.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Doch auch nach Partyschluss wollte er dies offenbar nicht akzeptieren. Er zog sie heftig am Arm und führte sie einige Meter um die Ecke. Dort begann er sie anzufassen und versuchte sie zu küssen, ehe er die Frau bedrängte und ihr die Kleider auszog. Danach soll er die Frau in einer Nische vergewaltigt haben.

Nun gingen bei der Kantonspolizei Aargau erste gute, vielversprechende Hinweise ein. «Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Tat bald aufklären können», sagt Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei gegenüber der az.

Dies soll auch deshalb bald gelingen, weil das Opfer den Ermittlern gute Signalemente angeben konnte, da der etwa 24-jährige Täter mehrmals vorgängig versuchte, mit der Frau in Kontakt zu treten.

Nordportal zeigt sich betroffen

Auch das «Nordportal» zeigt sich betroffen über den Vorfall. «Wir bedauern diesen Vorfall sehr. Dass das in der heutigen Zeit noch passieren kann, ist sehr tragisch - und das sogar noch vor unserem Haus», sagt Patrick Wernli gegenüber Tele M1 nachdenklich.

Er will nichts unversucht lassen und ermittelt selbst auch aus Eigeninteresse: «Das beschäftigt mich schon. Wir haben die Gästeliste von Samstagabend durchforstet und die Partybilder durchgesehen», sagt Patrick Wernli gegenüber der az. «Wir fühlen uns dazu verpflichtet, alles Mögliche zu unternehmen, damit dieser Typ gefasst wird.»

Dies soll nicht zuletzt dank Facebook gelingen: Auf der Nordportal-Fanseite ist die Tat ein grosses Thema. Ausserdem steht Wernli seit gestern mit der Polizei in Kontakt.

Die Polizei selbst will aus «ermittlungstechnischen Gründen» vorerst keine Stellung zum Ermittlungsvorgang beziehen. Trotz guter Hinweise ist die Polizei weiter auf vielversprechende Hinweise aus der Bevölkerung zum Täter angewiesen. Entsprechende Hinweise nimmt die Kantonspolizei auf der Nummer 056 200 11 11 entgegen. (sha)