Spreitenbach
Verkehr: Die Gemeinden beidseits der Kantonsgrenze fordern Lösungen

Der Verkehr belastet die Bewohner des Limmattales zunehmend. Die Gemeinden befürchten, dass die weiter steigende Verkehrsbelastung sonst zu massiven Problemen führen wird. Neben zusätzlichen S-Bahn-Stationen wollen sie bessere Autobahnanschlüsse.

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Auf der Autobahn im Limmattal herrscht dichter Verkehr. (Archiv)

Auf der Autobahn im Limmattal herrscht dichter Verkehr. (Archiv)

dm

Der Zürcher Regierungsrat soll sich für eine rasche Lösung der Verkehrsprobleme im Limmattal einsetzen. Das fordern die Gemeinden Dietikon, Spreitenbach, Oetwil, Geroldswil und Weiningen sowie die Zürcher Planungsgruppe Limmattal und die Standortförderung Limmattal in einem Brief. Im Vordergrund stehen dabei die Forderungen des Komitees «Vorwärts Limmattal», wie dieses in einer Mitteilung schreibt.

Konkret verlangt das Komitee, dass es auf der Mutschellenstrasse in Dietikon eine Optimierung der Knoten und eine schlankere Ausfahrt der A1 für Fahrzeuge aus westlicher Richtung gibt. Zudem erfordere eine Entlastung des Nadelöhrs Silbern in Dietikon einen zweiten Halbanschluss. Ferner sei eine S-Bahn-Station Silbern nötig, um eine Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr zu bewerkstelligen und das Gebiet Silbern mit seinen 5000 Arbeitsplätzen vom Quell- und Zielverkehr zu entlasten. Laut Mitteilung habe die «akzentuierte Dynamik der Region Limmattal deren Funktion als Verkehrsdrehscheibe mehr und mehr beeinträchtigt».

Zahlreiche weitere Entwicklungsprojekte kämen noch auf das Limmattal zu. In den nächsten Jahren führe somit im Limmattal nichts an einem Bevölkerungs- und Arbeitskräftewachstum im zweistelligen Prozentbereich vorbei. Verkehrslösungen seien dringlich. Der Brief fordert den Regierungsrat auf, die Region aktiv zu unterstützen. Es gehe darum, geplante Massnahmen auf der Zeitachse klarer zu priorisieren, als dies bisher geschehen sei. Gefordert seien insbesondere das Bundesamt für Strassen, das Bundesamt für Verkehr, die SBB sowie die VBZ. (az)