Baden

Verkehrsinsel: Verärgerte Leser ärgern sich und berichten von Unfällen

Ein ähnlicher Inselschutzpfosten hat die alkoholisierte Autofahrerin umgefahren und ist trotz Plattem Reifen weitergefahren (Symbolbild).

Ein ähnlicher Inselschutzpfosten hat die alkoholisierte Autofahrerin umgefahren und ist trotz Plattem Reifen weitergefahren (Symbolbild).

Die veränderte Einmündung beim Stadion Esp gibt weiterhin zu reden. Innert weniger Tage sind mindestens zwei Unfälle geschehen.

In den letzten Tagen sind zahlreiche Reaktionen von az-Lesern auf die relativ neue Verkehrsinsel bei der Einmündung der Oberrohrdorferstrasse in die Badenerstrasse eingegangen (az vom 5. Februar). Am vergangenen Freitag habe ein Leser selbst einen Auffahrtunfall gehabt. Und ein anderer Leser schreibt: «Die Signalisation ist unzureichend, die kleinen gelb-schwarzen Pfosten schlecht sichtbar. Einer wurde übrigens heute umgefahren.»

Tatsächlich bestätigt die Kantonspolizei: Am Mittwochnachmittag ist ein 84-jähriger Mann mit seinem Auto gerade aus über die Insel gefahren und hat dabei einen der beiden Pfosten gerammt. Verletzt hat er sich dabei zwar nicht, der Sachschaden an seinem Auto aber beträgt gemäss Kantonspolizei 6000 Franken.

«Ich finde die neue Verkehrssituation unmöglich! Vor zwei Wochen hätte mich ein von Baden her kommendes Auto fast gerammt», schreibt ein weiterer Leser. Als er in die Badenerstrasse einbiegen wollte, sei ein Auto gerade und ungebremst in die Oberrohrdorferstrasse gefahren, ohne den neuen Einmündungswinkel zu beachten. «Ich bin überzeugt, diese Insel wird mehr und gravierendere Unfälle produzieren», sagt er.

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Problem Postauto

Die Mängel und Forderungen der Leser sind vielfältig. Einer erinnert daran, dass für die Velofahrer, die von Baden her einbiegen wollen, nach wie vor keine sichere Spur besteht. Andere fordern sogar einen Kreisel an der Stelle. Lob für die neue Situation gab es wenig, aber immerhin auch. Am meisten Sorgen bereitet das erschwerte Abbiegen der Postautos. «Die Busse fahren beim Abbiegen oft über die Mittellinie auf die Gegenfahrbahn», sagt ein Leser, der sich per Telefon gemeldet hat.

Ein Postautochauffeur der Linie 320 bestätigt, das Abbiegen sei schwieriger geworden. «Aber es geht schon.» Man müsse die abgesenkte Verkehrsinsel leicht überfahren, dann käme man knapp um die Kurve. Was ist aber, wenn gerade ein Auto auf der Gegenfahrbahn steht und in die Oberrohrdorferstrasse abbiegen möchte? «Dann muss ich warten, der Abstand ist zu knapp.»

Hinsichtlich der Postautos bekräftigt Kai Schnetzler, Projektleiter der Sektion Verkehrssicherheit des Departments Bau, Verkehr und Umwelt (BVU): «Wir haben mit dem Postautobetrieb Versuche gemacht, haben später wieder nachgefragt und keine negativen Rückmeldungen erhalten.»

Die Hinweise der Bevölkerung nehme er ernst. «Wir sind auf solche angewiesen», sagt er. Es sei zwar besser, wenn diese direkt ans BVU gebracht würden. «Wir haben bezüglich der veränderten Einmündung bisher nur eine Anfrage erhalten», sagt er. Die Rückmeldungen würden auf jeden Fall geprüft. «Gute Ideen setzen wir gerne um.»

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