Niederrohrdorf
Verlust statt budgetierter Gewinn: Steuereinnahmen tiefer als erwartet

Die Rechnung 2016 schliesst mit einem Defizit ab. Grund: fehlende Steuereinnahmen. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von rund 1,14 Millionen Franken.

Carla Stampfli
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Blick auf Niederrohrdorf: Statt wie budgetiert mit einem Ertragsüberschuss von rund 1,14 Millionen Franken schliesst die Rechnung 2016 mit einem Defizit von 314 300 Franken ab.

Blick auf Niederrohrdorf: Statt wie budgetiert mit einem Ertragsüberschuss von rund 1,14 Millionen Franken schliesst die Rechnung 2016 mit einem Defizit von 314 300 Franken ab.

AZ

Statt wie budgetiert mit einem Ertragsüberschuss von rund 1,14 Millionen Franken schliesst die Rechnung 2016 von Niederrohrdorf mit einem Defizit von 314 300 Franken ab. Zum Vergleich: 2015 wies die Gemeinde noch einen Ertragsüberschuss von 686 000 Franken aus. Hauptgrund für das negative Resultat im 2016 sind fehlende Steuereinnahmen in Höhe von rund 700 000 Franken.

«Wir rechneten damit, dass die in der Gemeinde neu entstehenden Wohnungen grösstenteils Ende 2016 bezogen werden können. Doch wegen baulicher Verzögerungen ist dieser Fall nicht eingetroffen», sagt Gemeinderat und Finanzvorsteher Heinz Jossi (SP). Per Ende Dezember des letzten Jahres waren rund 3750 Personen gemeldet – und nicht wie vorgesehen 4090.

Bei einer durchschnittlichen Steuerkraft von rund 2300 Franken pro Kopf ergibt dies einen Fehlbetrag von rund 780 000 Franken. «Wir sind aber optimistisch, dass die Wohnungen Ende des laufenden Jahres belegt sein werden», fügt Jossi an. Damit spricht der Gemeinderat die gegen 200 Wohnungen der beiden Überbauungen Allegro und Ypsilon bei der Moosstrasse an, die derzeit bezogen werden.

Mehrkosten im Bereich Bildung

Nicht nur im Bereich Steuern, sondern auch bei der Bildung konnte das Budget nicht eingehalten werden. So weist die Rechnung Mehrkosten von rund 530 000 Franken auf. Zurückzuführen sind diese unter anderem auf das neue Oberstufenzentrum, das im August 2015 in Betrieb ging. «Im ersten Betriebsjahr gestaltete sich das Budgetieren der Oberstufenkosten als schwierig, weil sich die Abläufe erst noch einpendeln mussten», erklärt Jossi. Doch im letzten Jahr habe man reichlich Erfahrung sammeln können, sodass künftig die Kosten im Rahmen des Budgets liegen würden.

Was die Selbstfinanzierung der Gemeinde betrifft, wurde ein Resultat von rund 1,1 Millionen Franken erreicht (2015: 1,5 Mio.). Zieht man von diesem Wert die im Jahr 2016 getätigten Investitionen in Höhe von 616 500 Franken ab, bleibt unter dem Strich ein Finanzierungsüberschuss von 451 800 Franken – im Vorjahr wies die Rechnung noch einen Finanzierungsfehlbetrag von fast 2 Millionen Franken auf. «Weil wir im 2016 nur wenig Investitionen getätigt haben, konnten wir in der Investitionsrechnung trotz der tieferen Eigenfinanzierung ein positives Resultat verzeichnen», sagt Jossi.

So wurde denn auch die Nettoverschuldung von 13,6 Millionen Franken auf rund 13,4 Mio. verringert – oder in anderen Worten: von 3700 Franken pro Einwohner auf 3553 Franken. «Immerhin ein schwacher Trost im Rechnungsjahr 2016», sagt der Finanzvorsteher.