Baden

Verrückte Solarmobile liefern sich ein heisses Rennen auf dem Bahnhofplatz

Die Zuschauer waren begeistert ob den kreativen Solarmobilen und verliehen dem Mobil im Bild den Publikumspreis. Stadträtin Ruth Müri (Mitte) eröffnete das Rennen.

Die Zuschauer waren begeistert ob den kreativen Solarmobilen und verliehen dem Mobil im Bild den Publikumspreis. Stadträtin Ruth Müri (Mitte) eröffnete das Rennen.

Bereits zum fünften Mal liessen Kinder ihre selbstgebastelten Solarmobile in einem Rennen gegeneinander antreten. Die Zuschauer kürten ein Planeten-Mobil mit dem Publikumspreis.

Gemächlich gehen zwei Jungen auf die Holzbahn in der Mitte des Bahnhofplatz Baden zu. In der Hand halten sie zwei Gegenstände, die an futuristische Fahrzeuge erinnern. Das eine ist kaum mehr als ein Drahtgestell, während das andere mit einem markanten Roten Rahmen und gelben Rädern auffällt.

Die Objekte sind Solarmobile, von den Kindern selbst gebastelt. Die Jungen stellen ihr Gefährt auf die 15 Meter lange Holzplatte, legen einen Schalter um und beide Fahrzeuge flitzen los.

Das leichtere Modell von Takaki Umeda, einem Austauschschüler aus Japan, gewinnt um Längen. «Sie sehen hier einmal wieder: Die Japaner sind uns einfach voraus», witzelt der Moderator.

Familienprojekt par excellence

Organisiert wird das Solarmobilrennen alle zwei Jahre vom Kindermuseum Baden. Initiiert haben die Idee Museumsleiter Daniel Kaysel und sein Bruder Marcel. «Wir wollen das gemeinsame Entdecken und Forschen mit der Familie fördern», erklärt Daniel Kaysel die Beweggründe hinter dem Projekt.

Die Idee schien bei den Familien gut anzukommen: Alle 48 Bausätze wurden verkauft, 42 Solarmobile massen sich schliesslich am vergangenen Samstag im Turniermodus. Immer zwei Teilnehmer traten gegeneinander an, der Gruppensieger kam eine Runde weiter.

«Es geht nicht primär ums Gewinnen, auch wenn das salopp klingt», sagt Daniel Kaysel, «Wir wollen auch Platz haben für die Kinder, deren Auto nicht so läuft, wie man will.»

Solar-Barbie jagt Marienkäfer

Alle Teilnehmer erhielten vom Kindermuseum Solarmodule und einen Motor. Den Rest durften die Kinder selbst gestalten.

«Die Kinder basteln wunderschöne Modelle mit sehr viel Fantsie», sagt Kaysel begeistert, «Bei einigen bemerkt man ganz klar den Ehrgeiz, das Gefährt möglichst aerodynamisch zu bauen.» So sind viele der Flitzer möglichst simpel gehalten, nur leichte Drahtgestelle ohne viel Schnickschnack.

Dann aber gibt es auch Solarmobile, die ausscherern. So kommt es, dass nach einem grünen Drachen mit grossen Zähnen ein Marienkäfer über die Rennbahn flitzt, verfolgt von einer Barbie auf Rädern.

Die Zuschauer johlen begeistert. «Es ist unglaublich, was die Kinder alles geschaffen haben», sagt eine Frau im Publikum, «Die Mobile sind der Wahnsinn.»

Schweizweit beliebt

Prämiert wurden die Kinder in den vier Kategorien «Schnellstes Auto» und «Schönstes Auto», «Publikumspreis» und «Schönstes Gefährt». In letztere Kategorie fielen alle besonders kreativen Fahrzeuge wie der Marienkäfer.

Als Preis erhielten die Sieger ein «Mouvlette»- Solarauto. Das Rennen kommt übrigens in der ganzen Schweiz gut an: Einige Teilnehmer reisten einzig für das Solarmobilrennen aus Bern oder Zug an.

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