Pandemie

Verschärfte Corona-Regeln im Freien: Wo in Baden draussen Maskenpflicht gilt

Nicht immer kann der nötige Abstand eingehalten werden: In der Badstrasse in der Badener Innenstadt gilt Maskenpflicht.

Nicht immer kann der nötige Abstand eingehalten werden: In der Badstrasse in der Badener Innenstadt gilt Maskenpflicht.

Der Bundesrat hat die Coronaregeln im Freien verschärft – die Stadt schafft in den nächsten Tagen mit Plakaten Klarheit.

Freitagmittag im Metroshop in Baden: Eine junge Frau hat sich soeben eine Döner-Box beim Take-away geholt und läuft vom Coop in Richtung Bahnhofplatz davon – ohne Schutz. Die Maskenverweigerin sticht in der Flut der Passanten heraus. Denn: Fast alle befolgen die am Mittwoch verschärften Coronaregeln.

Die Maskenpflicht gilt nicht nur in Läden und dem öffentlichen Verkehr, sondern neu auch in belebten Fussgängerbereichen und überall dort, wo der erforderliche Abstand im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann.

Dieses Plakat zeigt an: Im Badener Metroshop gilt Maskenpflicht.

Dieses Plakat zeigt an: Im Badener Metroshop gilt Maskenpflicht.

Hermann Blaser, der stellvertretende Kommandant der Stadtpolizei, präzisiert: «In der ganzen Badener Innenstadt müssen seit Mittwochmitternacht Masken getragen werden, da es sich dabei um ein belebtes, urbanes Zentrum und eine Fussgängerzone handelt.» Doch wo fängt die Innenstadt an und wo hört sie auf?

Fest steht: Maskenpflicht auf dem Weg vom Cordulaplatz in die Weite Gasse, beim Theaterplatz, beim Blinddarm oder beim Unteren Bahnhofplatz. Am Freitag haben Mitarbeiter des Werkhofs begonnen, entsprechende Plakate aufzustellen, um die Passanten zu informieren. In den nächsten Tagen sollen die rund 20 Hinweistafeln an allen Eingängen der Fussgängerzonen stehen. «Wer sich am Mittwoch noch nicht über die neuen Regeln informiert hat, sollte spätestens ab Samstag Bescheid wissen», sagt Hermann Blaser.

Verstärkte Kontrolle von Hotspots wie Ruine und Cordulapassage

Das Fazit des stellvertretenden Kommandanten bis jetzt: «Ein grosser Anteil der Passanten setzt die Maskenpflicht in der Innenstadt schon recht gut um.» Dies zeigt auch ein Augenschein in der Badstrasse am Freitagmittag. Zwar trifft man hier mehr Menschen ohne Masken an als noch im Metroshop. Und vereinzelt tragen Maskenrebellen ihren Schutz zwar über dem Mund, nicht aber über der Nase.

Die allermeisten befolgen jedoch die neuen Regeln, schützen sich oder sitzen vor dem Manor oder am Brunnen beim Unteren Bahnhofplatz in genügendem Abstand zur nächsten Person. Nur auf den Bänken bei der Reformierten Kirche unterhalten sich nach dem Essen fast alle ohne Maske, abgesehen von zwei Senioren.

Badens Zentrum: Auch hier gilt Maskenpflicht.

Badens Zentrum: Auch hier gilt Maskenpflicht.

Zwar werden auch die Stadtpolizisten vermehrt ein Augenmerk auf mögliche Maskenverweigerer legen. Die Präsenz werde aber nicht verstärkt. «Die Polizisten werden während ihrer regulären Patrouillen wachsam sein», sagt Blaser und ergänzt: «Gleichwohl fahren wir am Wochenende an Hotspots wie der Cordulapassage oder der Ruine Stein, wo sich immer wieder grössere Gruppen treffen, öfters vorbei.»

Verstösse mit einer Ordnungsbusse zu ahnden ist nicht möglich, da der Bundesrat dies nicht zulässt. Polizisten dürften aber Maskenverweigerer bei der Staatsanwaltschaft verzeigen. «Die Stadtpolizei setzt in erster Linie auf den Dialog und appelliert an die Vernunft der Passanten», sagt Hermann Blaser.

Bei grossen Ansammlungen, insbesondere an den Wochenenden, wolle man die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht wegschicken, sondern dafür sorgen, dass eine Gruppe aus nicht mehr als 15 Personen besteht und die Mindestabstände möglichst eingehalten werden.

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