Baden
Verspätungen, querstehende Busse und Bäume – so sieht die Lage auf dem RVBW-Netz aus

Der starke Schneefall in der Region Baden macht den RVBW-Chauffeuren zu schaffen. Wo die Lage besonders kritisch ist und wo eine Erholung möglich ist.

Larissa Gassmann
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Die Schneehügel an den Haltestellen machen den Chauffeuren zu schaffen. (Archivbild)

Die Schneehügel an den Haltestellen machen den Chauffeuren zu schaffen. (Archivbild)

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Wie schon am Donnerstag ist derzeit auf dem gesamten Netz der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) mit Verspätungen und Kursausfällen zu rechnen. Der starke Schneefall fordert die Chauffeure vor Ort, wie auch die Angestellten der Leitstelle. Diese sorgen von dort aus für einen möglichst reibungslosen Busbetrieb. Keine leichte Aufgabe: Bis am späten Nachmittag mussten acht Umleitungen durchgeführt werden. Dies betrifft zurzeit die Linien 2, 2/4, 6 und 9. Trotzdem hat der im Einsatz stehende Winterdienst einiges erreicht.

«Es entwickelt sich positiv», sagt Dirk Günther, Disponent der RVBW. Die Situation sei besser als noch gestern, praktisch alle Strassen wurden nun vom Schnee befreit. Einzig die auf der Strasse liegenden Bäume und die Schneehaufen an den Haltestellen machen den Busfahrern noch zu schaffen. Weiterhin nicht befahrbar sind zudem die Steigungen Hühnersteg in Rütihof, Liebenfels in Baden und Webermühle in Neuenhof. Auch der Bahnhof Killwangen kann nicht erreicht werden. Grund dafür sind Eisflächen, die noch bearbeitet werden.

Zwei Busse standen quer

Unfälle gab es keine. «Es sind keine grösseren Schäden entstanden», sagt Günther. «Und was noch wichtiger ist: Es wurden keine Personen verletzt.» Einzig an zwei Orten standen die Busse derart quer, dass ein Weiterfahren nicht mehr möglich war. In solchen Fällen sei es je nachdem nötig, die Fahrzeuge abzuschleppen. Mehr Chauffeure als sonst standen auch gestern nicht im Einsatz. Dafür wurden die Kontrolleure extra aktiviert, um die Chauffeure wenn nötig zu unterstützen oder Fahrtwege zu überprüfen.

Eine Verbesserung der derzeitigen Lage hängt stark vom Wetter ab. Auch am Wochenende ist wohl mit Ausfällen zu rechnen. «Das betrifft sicherlich das Quartier Liebenfels. Gleiches gilt wohl für den Hühnersteg in Rütihof», so Günther. Er hofft, dass sich auch die Situation am Bahnhof in Killwangen rasch verbessert. Gleichzeitig richtet er ein grosses Dankeschön an den Winterdienst, die Feuerwehr und die Polizei «und natürlich an unsere Mitarbeiter, die draussen in den Bussen sind», sagt er.

So sieht die Vorbereitung im Winter aus

Für Verzögerungen sorgen nebst der vorsichtigeren und langsameren Fahrweise im Winter auch nicht geräumte Wendeplätze oder Strassen. Zu den besonders kritischen Stellen gehören laut Damir Oluic, Disponent der RVBW, jeweils die Steigungen Webermühle in Neuenhof, Cherne in Gebenstorf, Hühnersteg in Rütihof oder Baldegg in Baden. Dort komme es immer wieder zu Umleitungen oder dem Einsatz von Shuttlebussen. Ob er weiterfahren kann oder nicht, diesen Entscheid fällt der zuständige Chauffeur jeweils selbst vor Ort.

Unfälle gab es in diesem Jahr bis jetzt jedoch noch nicht. Zur Vorbereitung im Winter gehört die tägliche Überprüfung des Wetters, gleichzeitig werden vorab Fahrer für Shuttlebusse organisiert. Auch die Leitstelle ist dann doppelt besetzt. «Priorität ist es, den Fahrplan so gut wie möglich aufrechtzuerhalten», so Oluic. Dies gilt auch ab Montag, wenn die Coronamassnahmen verschärft werden. Einzig der Nachtbus fällt am Wochenende weiterhin aus. Die Nachtbuslinien sind bis auf Weiteres eingestellt.

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