Vom Dorfeingang Badenerstrasse bis hin zur Schlosskurve sind sie ausgesteckt, die Holzpflöcke mit den weissen und blauen Farbtupfern. Sie markieren das Bauvorhaben, der sogenannte «Verursacherknoten Schlossberg».

Dabei handelt es sich um die beiden folgenden Teilprojekte: Innerhalb des Baufelds soll einerseits die bestehende Kantonsstrasse saniert werden, andererseits soll diese aufgeweitet und eine neue Zufahrtsstrasse erstellt werden. Letztere ist aufgrund der geplanten Überbauung «Schlossberg III» nötig (siehe Kontext). 

«Ein Verursacherknotenprojekt war schon bei der Überbauung Schlossberg I ein Thema», erklärt Gemeindeammann Hans Peter Kurth. Aufgrund verschiedener Einsprachen wurde das Vorhaben jedoch bis heute nicht umgesetzt. Das soll sich nun mit dem neu ausgearbeiteten Bauprojekt «Verursacherknoten Schlossberg» ändern.

«Es wird das Quartier Schlossberg aufwerten», ist Hans Peter Kurth überzeugt. So etwa wird im Rahmen der Aufweitung der Kantonsstrasse ein Mehrzweckstreifen erstellt, der das Abbiegen verschiedener Verkehrsteilnehmer in das Baugebiet «Schlossberg» regelt – und den Verkehrsfluss auf der Kantonsstrasse begünstigt.

Gleichzeitig soll Eingangs Bellikon eine Einfahrtsbremse, eine Insel in der Fahrbahnmitte, realisiert werden. Auch neu gepflanzte Bäume sollen den Verkehr entlang der Kantonsstrasse verlangsamen.

Das Bauprojekt sieht zudem vor, den bestehenden Gehweg ab Einfahrt Schlossberg bis zum Dorfeingang zu verlängern. Vom geplanten Knotenausbau betroffen ist der Abschnitt zwischen Dorfeingang und Schlosskurve.

Sanierung parallel durchgeführt

Nicht Bestandteil des Bauprojekts ist die Belagssanierung der Badenerstrasse ab Verursacherknoten bis zum Kreisel bei der Reha-Klinik. Dieser Bereich wird aber zeitgleich mit dem Knotenausbau als separates Bauvorhaben ausgeführt. Auch die projektierte Radwegverbindung Oberrohrdorf-Bellikon gehört nicht zum «Verursacherknoten Schlossberg».

«Wir rechnen damit, dass die Bauarbeiten spätestens 2017 realisiert werden können», sagt der Gemeindeammann. Denn: Der Knotenausbau ist noch nicht beschlossene Sache. Das Bauprojekt liegt nun bis 3. November öffentlich auf der Gemeindeverwaltung auf.

Die Kosten des «Verursacherknoten Schlossberg III» belaufen sich auf knapp eine Million Franken. Der Kanton als Bauherr beteiligt sich mit 385 000 Franken, die Eigentümer des Grundstücks, wo die Überbauung «Schlossberg III» zu stehen kommen soll, steuern hingegen 610 000 Franken bei.

Busverkehr kaum eingeschränkt

Gemäss dem technischen Bericht des Bauprojekts sollen die Buslinien 331, 320 und 321 sowie die Schnellbuslinie 445 der Postauto Schweiz AG während den Bauarbeiten ohne oder mit nur sehr geringen Einschränkungen betreiben werden. Dies ist möglich, weil sich im Projektperimeter selber keine Bushaltestellen befinden.