Twerenbold Reisen
Verwaltungsratspräsident Twerenbold: «Wichtig ist, Vertrauen zu schaffen»

Werner Twerenbold ist Verwaltungsratspräsident und Alleinaktionär der Twerenbold Reisen Gruppe. Der 66-Jährige ist seit 1969 VR-Präsident und amtete als CEO von 1969 bis 2010.

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Werner Twerenbold. -rr-

Werner Twerenbold. -rr-

Von welchem Beruf träumten Sie als Kind?

Als Kind träumte ich davon, Pilot oder Hotelier zu werden.

Was ist Ihr wichtigstes Führungsprinzip?

Wichtig ist, Vertrauen zu schenken, sodass jeder Geschäftsleiter als Unternehmer am Markt tätig sein kann und die Mitarbeitenden selbst Verantwortung übernehmen können.

Welche Eigenschaften zeichnen einen guten Mitarbeiter aus?

Loyalität, Kundenfokus und Interesse an Arbeit und Branche sind zentrale Eigenschaften unserer Mitarbeitenden.

Werden Sie in den nächsten zwölf Monaten Jobs schaffen oder abbauen?

Durch die Übernahme von Vögele Reisen werden wir innerhalb der Gruppe Jobs schaffen.

Twerenbold Reisen mit Sitz in Baden-Rütihof

Jährlich reisen 200 000 Menschen mit der Twerenbold Reisen Gruppe, per Bus, Schiff, Velo oder zu Fuss. Zur Gruppe gehören die Twerenbold Reisen (Busreiseveranstalter), Reisebüro Mittelthurgau (Fluss- und Kreuzfahrtenspezialist), Imbach Reisen (Wanderreiseanbieter), die Reederei Swiss Excellence River Cruise GmbH und seit Kurzem der Spezialist für Flugrundreisen Vögele Reisen. Alle Marken treten selbstständig am Markt auf. 62 Busse und vier eigene Schiffe zählen zur Flotte. Im Mai 2014 folgt das fünfte Flussschiff, die «Excellence Princess». Innerhalb von 40 Jahren hat die Gruppe ihren Umsatz von drei auf über 100 Millionen Franken gesteigert. Heute erzielen die Unternehmen einen Gesamtumsatz von 120 Millionen Franken. Das Unternehmen beschäftigt rund 250 Mitarbeitende. Gegründet wurde es von Jakob Twerenbold im Jahre 1895. Seit November 2011 ist mit Karim Twerenbold die vierte Generation aktiv im Unternehmen tätig. Ab 1. Juni 2013 hält er Einsitz im Verwaltungsrat und übernimmt die operative Leitung der Reederei. Der Hauptsitz der Gruppe befindet sich in Baden-Rütihof.

Was tut Ihre Firma, um Familie und Beruf vereinbar zu machen?

Die Tourismusbranche bringt es mit sich, dass man ab und zu unterwegs ist. Das ist aber auch der Reiz an unserer Tätigkeit. Wir haben mit unseren Mitarbeitenden ein Vertrauensverhältnis, in dem wir uns gegenseitig entgegenkommen und individuell Lösungen finden.

Wie hoch ist der Frauenanteil in Ihrer Geschäftsleitung und was halten Sie von Quoten?

In unserem Kader haben wir Frauen mit Führungsaufgaben. In der Reisebranche sind wir nicht von der Frauenquote betroffen. Ich persönlich finde die Quotenfrage überholt.

Welcher Fehler hat Sie am meisten geprägt?

Die Fehlbesetzung eines Geschäftsleiterpostens. Diese Person missbrauchte unser Vertrauen und betrog die Unternehmung um einige 100 000 Franken.

Wer ist Ihr wichtigster Berater, Ihre wichtigste Beraterin?

Meine Frau und mein Sohn sowie enge Freunde erachte ich als wichtige persönliche Beraterinnen und Berater.

Was schätzen Sie am Standort Aargau und was sollte allenfalls verbessert werden?

Die Lage ist ein starker Wettbewerbsvorteil für uns als Reise- und Transportunternehmen. Die guten Autobahnanschlüsse ermöglichen uns, wichtige Städte und Regionen in Europa zeitnah zu erreichen.

Wo kommen Ihnen die besten Ideen für die Arbeit?

Diese kommen mir meistens in ruhigeren Bürostunden in den Sinn.

Was machen Sie, um nach einem stressigen Arbeitstag abschalten zu können?

Nach einem stressigen Arbeitstag verbringe ich Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden, sei es beim gemeinsamen Sport oder bei einer gemütlichen Jassrunde.

Für welche Hobbys bleibt neben dem Job noch Zeit?

Golf, Bewegung in der Natur und natürlich Reisen zählen zu meinen liebsten Freizeitbeschäftigungen.

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