Niederrohrdorf

Verzögerung beim Bau des Oberstufenzentrums: Jetzt tickt die Uhr

Diverse Verzögerungen beim Bau des Oberstufenzentrums Rohrdorferberg setzen die Arbeiter unter Zeitdruck. Denn in zwei Wochen müssen sie fertig sein. Einzig der Gärtner hat noch ein bisschen länger Zeit.

Endlich ist es weg, das Gerüst, das bis heute Nachmittag das Oberstufenzentrum Rohrdorferberg monatelang verhüllt hatte. Während draussen alles ruhig wirkt, wird drinnen unter Hochdruck gearbeitet. Maler, Elektriker und Bodenleger müssen in der zweiten Julihälfte fertig sein, damit das Gebäude geputzt und die Möbel eingeräumt werden können. Dem Gärtner waren lange Zeit aufgrund des Gerüsts die Hände gebunden. Jetzt kann er mit den Umgebungsarbeiten loslegen. Laut Bauverwalter Sandro Fischer wird er mit diesen noch nach dem Schulbeginn am 10. August beschäftigt sein.

Unternehmer bezahlt Löhne nicht

Wie die az berichtete, hätte die Vorabnahme des Gebäudes letzte Woche stattfinden sollen. «Wir mussten diese um zehn Tage verschieben», sagt Bauverwalter Sandro Fischer. «Ein Hausbau gleicht ineinandergreifenden Zahnrädern, klemmt es an einer Stelle, stockt es an allen anderen.» Diverse Unternehmer seien sich des nahen Endtermins zu wenig bewusst gewesen. «Für den Chef-Bauleiter ist es eine Herkulesaufgabe, die verschiedenen Unternehmungen am Bau zu koordinieren, sodass sie sich nicht gegenseitig im Weg stehen», gibt Fischer zu denken.

«Es wird noch einiges gehen müssen»: Bauverwalter Sandro Fischer über den Stand der Dinge im Oberstufenzentrum Niederrohrdorf.

«Es wird noch einiges gehen müssen»: Bauverwalter Sandro Fischer über den Stand der Dinge im Oberstufenzentrum Niederrohrdorf.

Mitschuld an den aktuellen Verzögerungen trägt ein Fassadenbauer aus der Region. «Dieser hat die Mitarbeiter, die er von einem Temporärbüro rekrutiert hat, nicht bezahlt, und zwar mit der Begründung, die Gemeinde habe ihm das Geld nicht überwiesen», sagt Gemeinderätin Martina Egger. Das stimme überhaupt nicht. «Wir bezahlen rechtzeitig.» Damit die Arbeiten wieder vorangehen, hat die Gemeinde die Arbeiter direkt über das Temporärbüro angestellt. Ob durch die vielen zeitraubenden Unstimmigkeiten Mehrkosten entstehen werden, kann Egger derzeit noch nicht sagen.

Dass die Bauarbeiten «nicht rund laufen», äusserte Egger auch gegenüber dem «Reussboten». Zudem wies sie Gerüchte, dass es beim Bau zu massiven Kosterüberschreitungen kommen werde, vehement zurück.

Egger, die auf dem Weg in die Sommerferien ist, blickt «im Grossen und Ganzen» auf eine gute Zusammenarbeit zurück. «Es gab schon Momente, in denen ich Klartext mit den Unternehmern sprechen musste.» Sie habe gute Leute um sich herum, die sie unterstützen würden. «Wenn nötig, klopfe ich auch mal auf den Tisch, auch aus den Ferien, wenn es sein muss», sagt sie und lacht. Sicher sei: «Die Schüler werden pünktlich zum Schulbeginn die Schulbank drücken können.» Es könne durchaus möglich sein, dass die Umgebungsarbeiten nicht fertiggestellt seien. «Diese stören den Unterricht jedoch nicht.» Übrigens: Die offizielle Einweihung findet nicht am ersten Schultag statt, sondern am Samstag, 5. September.

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