Gemeindefusion

Verzögerung: Killwangen und Spreitenbach heiraten frühestens 2018

Killwangen und Spreitenbach denken über eine Fusion nach.

Killwangen und Spreitenbach denken über eine Fusion nach.

Die Gemeinderäte der beiden Gemeinden aus dem Bezirk Baden haben den Fahrplan für das Projekt Zukunft neu festgelegt. Sagt die Bevölkerung Ja, fusionieren Killwangen und Spreitenbach nicht auf 2016, sondern zwei Jahre später.

Im Herbst 2014 sollten die Stimmberechtigten von Killwangen und Spreitenbach über das Projekt «Zukunft Killwangen und Spreitenbach» entscheiden. Weil die Abklärungen der finanziellen Konsequenzen mehr Zeit erfordern, haben die Gemeinderäte von Killwangen und Spreitenbach den Termin auf das Frühjahr 2015 verschoben. Damit verschiebt sich auch ein möglicher Zusammenschlusstermin um zwei Jahre.

Am 11. September 2013 hatten die Gemeindeversammlungen Killwangen und Spreitenbach das Projekt Zukunft beschlossen, um folgende drei Fragen zu beantworten: «Bleibt alles beim Alten», «Gibt es eine engere Zusammenarbeit» oder «Kommt es zu einem Zusammenschluss». Ab 2013 waren zehn Facharbeitsgruppen daran, verschiedene Aspekte wie Bildung, Soziales, Verkehr, Versorgung, Raumentwicklung, Hoch- und Tiefbau sowie Verwaltung unter die Lupe zu nehmen. Sie haben ihre Berichte abgeliefert.

Nun muss die Facharbeitsgruppe Finanzen die Erkenntnisse aus den Berichten und den Finanzplänen der Gemeinden zusammentragen. «Unser Finanzplan muss vorher auf das künftige Harmonisierte Rechnungsmodell (HRM2) umgeschrieben werden», sagt Gemeindeammann Valentin Schmid aus Spreitenbach. Weil dies aber erst nach der Budgetierung für das Jahr 2015 geschehen könne, werde der aktualisierte Finanzplan erst gegen Ende 2014 vorliegen.

«Die Gemeinden stehen vor grösseren Investitionen, deshalb müssen Finanz- und Investitionsplan seriös ausgearbeitet werden», betont Gemeindeammann Werner Scherer aus Killwangen. Zu Tendenzen in den einzelnen Berichten kann Scherer keine Angaben machen, aber er attestiert den Arbeitsgruppen: «Sie haben sehr gute Arbeit geleistet.»

Weil frühestens im Frühjahr 2015 aussagekräftige Daten vorliegen, haben die Projektleitung und die Gemeinderäte einen neuen Fahrplan festgelegt. Demnach werden die Gemeinderäte im Frühjahr 2015 über das weitere Vorgehen entscheiden und die Einwohner informieren. Sollten sich die Gemeinderäte für einen Zusammenschluss entscheiden, werden die Stimmberechtigten an gleichzeitig stattfindendenden Gemeindeversammlungen im Jahr 2015 darüber befinden. Der Zusammenschluss könnte dann per 1. Januar 2018 in Kraft treten. An diesem Tag wird auch die nächste Amtsperiode der Gemeinden beginnen.

Meistgesehen

Artboard 1