Gebenstorf
Videoüberwachung für 150'000 Franken soll im Dorf die Vandalen stoppen

Der Gemeinderat will in Gebenstorf viel Geld in die Videoüberwachung investieren. Fünf Areal sollen überwacht werden. Gemeinderat Guido Rufer sagt, es gehe keineswegs darum, die Bevölkerung überwachen zu wollen.

Pirmin Kramer
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Das Areal bei der neuen Mehrzweckhalle soll videoüberwacht werden.AZ

Das Areal bei der neuen Mehrzweckhalle soll videoüberwacht werden.AZ

Brigitte Widmer

Vandalen verursachten in Gebenstorf in den letzten zehn Jahren Schäden von rund 80 000 Franken, wie Gemeinderat Guido Rufer sagt. «Die Fälle von Vandalismus, Littering und Sachbeschädigungen nehmen laufend zu. Obwohl Polizei und sogar private Sicherheitsdienste vermehrt Kontrollen durchführen, verzeichnen wir leider keinen Rückgang der Delikte.»

Der Gemeinderat will zur Schadensprävention und Täterermittlung nun Massnahmen ergreifen: Mit Videokameras sollen fünf Areale in Gebenstorf überwacht werden – die beiden Schulhäuser Dorf und Brühl, die Unterführung Landstrasse sowie die Entsorgungsplätze in Gebenstorf und Vogelsang. An der kommenden Gemeindeversammlung werden die Stimmbürger über einen Kredit von 150 000 Franken für die Beschaffung und Installation der Kameras abstimmen.

«Wir sind überzeugt, dass die Anzahl der Vandalenakte abnehmen und die Sicherheit ganz allgemein zunehmen wird, denn die Kameras haben eine präventive Wirkung auf potenzielle Täter», sagt Rufer.

Es gehe nicht darum, dass der Gemeinderat die Bevölkerung überwachen wolle. «Wir möchten bloss an neuralgischen Punkten im Dorf mehr Sicherheit schaffen. Wir überlegen uns, die Videos durch eine externe Firma verwalten und auswerten zu lassen, damit nicht der Verdacht aufkommt, wir wollten unschuldige Bürger überwachen.»

Pöbeleien und Diebstähle

Viele jüngere Schüler getrauten sich nicht, die Unterführung zu benützen, weil sie dort von älteren Schülern angepöbelt werden, sagt Rufer. Die Folge: Sie überqueren die Strasse, was gefährlicher sei.

Mehrfach sei es in den letzten Jahren zu Einbruchdiebstählen in Schulhäusern gekommen, berichtet Rufer weiter. «Kassen wurden aufgebrochen, Laptops wurden geklaut, sogar ein Tresor sollte geknackt werden. Bei den beiden Entsorgungsstellen in Vogelsang und Gebenstorf sollen Videokameras installiert werden, weil dort regelmässig illegale Abfälle wie etwa Alteisen hingestellt würden, was der Gemeinde Kosten verursache.

Der vorgeschlagene Kredit von 150 000 Franken möge mancher Bürger als hohe Summe für die Gemeinde betrachten, sagt Rufer. «Aber die Investition lohnt sich. Wir können die häufigen Vandalenakte nicht mehr tolerieren.»

Gemeindeversammlung Gebenstorf, 29. November.

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