Heidi Morat aus Waldshut-Tiengen ist, beladen mit Taschen und Hüten, kurz vor Mittag bereits auf dem Weg zum Auto. «Das Angebot ist so vielfältig, da muss man mehr als einmal durchflanieren. Für mich ist das wie Urlaub», sagt sie und schwirrt davon, um sich für die nächste Einkaufstour fit zu machen.

Ebenfalls mit zwei gefüllten Einkaufstaschen unterwegs sind die Schwestern Heidi Jucker und Karin Schwegler. Pistolen, Schwerter, Dolche, Messer und einen Pickel haben sie erstanden. «Alles wird nur als Dekoration genutzt. Einzig den Pickel nehmen wir in Gebrauch – zum Strahlen im Tessin», sagen sie. Ein paar Stände weiter nimmt ein Marktbesucher eine Gitarre genau unter die Lupe, dreht sie, zupft an den Saiten, hält sein Ohr dicht ans Schallloch. Nach längerem Verhandeln wird er mit dem Verkäufer einig.

Es gab von allem etwas

Auch an diesem Märt-Sonntag dürfte für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein. Denn nebst Schmuck, Keramik, Taschen, Kleider, Schuhen, Schallplatten, Spielsachen, Krippenfiguren, Büchern, Ansichtskarten, alten Velonummern und Werkzeugen war etwa auch ein Feuerlöschapparat zu finden. Dieser Vorreiter der heutigen Feuerlöscher holte an einer Ausstellung 1911 in Turin die Goldmedaille und war danach auch an der Landesausstellung 1914 in Bern zu sehen. (cfr)