Badenfahrt
Viel Lust versus wenig Frust – Feststart aus Sicht des Präsidenten: «Das Interesse ist riesig»

Adi Hirzel, Präsident der Badenfahrt, über Besucherzahlen, Sicherheitsfragen und seine Hoffnung für die kommenden Tage.

Pirmin Kramer
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Adi Hirzel an der Eröffnungsfeier zur Badenfahrt 2017.

Adi Hirzel an der Eröffnungsfeier zur Badenfahrt 2017.

Chris Iseli/Badenfahrt

Adi Hirzel, auf einer Skala von 1 bis 10, wie zufrieden sind Sie mit dem Start in die Badenfahrt?

Adi Hirzel: Ich würde sagen eine 10. Es läuft so, wie wir es uns erhofften. Die Leute kommen nach Baden und haben Spass. Am Freitag kamen auch wegen des Wetters deutlich unter, am Samstag deutlich über 100000 Besucher. Erstaunt sind wir, wie erfolgreich der Festpassverkauf läuft. Das Interesse am Fest ist riesig.

Ihr bisheriger Frust und Lust?

Der Frust: Wenn man nachts nach Festschluss durch die Stadt läuft und sieht, wie viel Abfall einfach auf die Strasse geworfen wird, obwohl es in jeder Strasse viele Kübel gibt, oder wenn man sieht, dass an Hauswände uriniert wird. Die Lust: Das Engagement der Vereine ist schon fantastisch. So vielseitig wie dieses Jahr war die Badenfahrt noch nie, auch betreffend Kultur.

War es ein friedliches Fest bisher?

Ja, grösstenteils sehr friedlich. Es gibt die üblichen Zwischenfälle, ein paar Schlägereien, wie immer.

Fragen zur Sicherheit gaben im Vorfeld zu reden. Zum Beispiel, ob die Passage beim Schlossbergplatz zu eng ist.

Die Besucherströme zirkulieren gut, auch weil die Beizen zum Teil an speziellen Stellen stehen und gut in der Stadt verteilt sind. Am Schlossbergplatz und im Graben war es zum Teil ein Gedränge, aber es war nicht zu eng, wir hatten alles im Griff. Zur Sicherheit im Allgemeinden: Es gibt sehr viel Polizeipräsenz, und wir haben an einigen Stellen 40-Tonnen-Lastwagen platziert, die mit Sand gefüllt sind. Das sieht nicht schön aus, ist aber eine sehr effektive Massnahme, um sowohl die Sicherheit als auch das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.

Zu Beginn des Fests fuhren noch Busse über die Hochbrücke, nun wurde sie dafür gesperrt. Warum?

Es standen schon am Freitag einfach zu viele Leute auf der Brücke, die Busse kamen nicht mehr durch, es wurde zu gefärhlich. Darum fahren die Busse nun über die Schiefe Brücke.

Vereine machen nicht in erster Linie wegen des erhofften Gewinns mit. Dennoch hoffen sie zumindest keinen Verlust zu machen. Wie läuft es bisher?

Genaue Zahlen fehlen noch. Aber ich höre von vielen Beizen, dass sie viele Gäste haben und es sehr gut läuft.

Ihr grösster Wunsch für die kommenden Tage?

Dass es so weitergeht wie bisher.