Aller guten Dinge sind drei: Nicht nur das Wohnmuseum Langmatt und das Historische Museum dürfen sich über wachsende Besucherzahlen freuen. Auch das Kindermuseum verzeichnete letztes Jahr einen Rekord. Mit genau 27 038 Besucherinnen und Besuchern ist es der zweitbeste Wert seit Bestehen des Museums. «Nur 2010 war noch besser», sagt Museumsleiter Daniel Kaysel. Damals besuchten 28 900 Personen das Museum. Mit ein Grund dafür sei der Vulkanausbruch in Island gewesen. «Die Leute konnten nicht in die Ferien fliegen», erklärt Kaysel.

Dass das Jahr 2016 so gut lief, verdanke man dem schlechten Wetter. Kaysel: «An einem verregneten Sonntag kann es vorkommen, dass weit über 300 Personen ins Museum kommen.» So lockte ein schlechter Frühling und ebenso trüber Herbst 2016 rund 4000 mehr Besucher ins Museum als noch 2015.

Doch nicht nur das schlechte Wetter lockt Besucher ins Kindermuseum. Besonderen Anklang fand auch das Figurentheater im Park, das bei schönem Wetter stattfindet. Eingeführt wurde dieses während der zweijährigen Ausstellung «Vorhang auf für das Figurentheater». Anlässlich dieser durften Kinder auch selbst Theater spielen. «Noch heute fragen Besucher nach dem ‹Kasperli›. Aufgrund der grossen Nachfrage werden wir das Theater wieder in die Dauerausstellungen integrieren.»

Auch die Sonderausstellung «Weihnachten in Grossbritannien» zog viele Besucher an. «Wobei diese insbesondere von Schulklassen und Erwachsene besucht wurde», so Kaysel. Familien ziehe es vorwiegend in die Dauerausstellungen. «Es kommt vor, dass ich Eltern mit ihrn Kindern drei bis vier Mal im Jahr sehe.» Denn jede Ausstellung bietet ein Rahmenprogramm für die Kinder an. Dort können die jungen Besucher nicht nur bestaunen, sondern gleich auch selbst ausprobieren. So begeisterte noch bis im Dezember die Ausstellung «Kleine und grosse Welten» die Kinder. Dabei konnten die Knirpse mit Mikroskopen hantieren und Ameisenfarmen beobachten. Kaysel: «Unsere nächste Ausstellung im Juni wird dann zum Thema ‹Der Traum vom Fliegen› sein.»