Wohlenschwil
Vier Bewerber wollen Standwirt in der Schiessanlage werden

Lange Suche nach einem Standwirt für die Schützenstube der Schiessanlage in Wohlenschwil soll bald enden. Gleich vier Bewerber wollen Standwirt in der Mühlescheer werden. Alle Kandidaten haben aber keine gastronomische Erfahrung.

Sabina Galbiati
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Schützenstube der Schiessanlage Mühlescheer, wo S. als Jungschütze aktiv war.

Schützenstube der Schiessanlage Mühlescheer, wo S. als Jungschütze aktiv war.

zvg

Bereits seit letztem Juni sucht der Gemeindeverband der kleinregionalen Schiessanlage Mühlescheer in Wohlenschwil einen neuen Pächter für die Schützenstube. Die sieben Mitgliedgemeinden, zu denen neben Wohlenschwil auch Mellingen, Mägenwil, Fislisbach, Birmenstorf, Mülligen und Birrhard gehören, suchten via Gemeindenachrichten und auf ihren Websites nach einem Nachfolger für Bruno Fischer. Er war während der letzten elf Jahre der Standwirt.

Auch die Schützenvereine beteiligten sich aktiv an der Suche. Aber diese gestaltete sich harzig: «Über lange Zeit haben sich keine Interessenten gemeldet», erzählt Dominique Sigrist, Präsidentin des Gemeindeverbandes der Schiessanlage.

Doch nun hat sich das Blatt gewendet: Gleich vier Bewerber wollen die Schützenstube übernehmen. «Das ist sehr erfreulich», sagt Sigrist. Vor rund zwei Wochen habe man die Bewerbungsgespräche geführt. «Die Kandidaten, allesamt Privatpersonen aus der Region, haben keine gastronomische Erfahrung», sagt Sigrist. Aber die brauche es nicht zwingend. «Die Bewerber müssen sich nun gut überlegen, ob sie den Aufwand stemmen können», sagt sie.

Zwischen März und Oktober muss die Schützenstube rund dreimal pro Woche offen sein und im Mai findet das dreitägige Feldschiessen statt. «Dann gilt es, rund 100 Schützen pro Tag zu bewirten.» Trotzdem wird man mit der gemütlichen Schützenstube und ihren rund 80 Sitzplätzen nicht reich. «Der künftige Pächter hat aber freie Hand und kann die Schützenstube zusätzlich für Vereinsanlässe, Geburtstagsfeste und andere Veranstaltungen öffnen oder vermieten», sagt Sigrist.

Verwirrung bei Bewerbern

Kurzzeitig hat die Suche nach einem neuen Standwirt für Verwirrung unter den Bewerbern gesorgt: Die Ausschreibung ist noch auf einigen Websites zu finden. «Und obwohl wir die Bewerbungsgespräche bereits geführt hatten, wurde die Ausschreibung in den Fislisbacher Gemeindenachrichten nochmals publiziert», sagt Sigrist. Das sei aber ein Missverständnis gewesen. «Wir suchen nebst den aktuellen keine weiteren Kandidaten», versichert sie. Wann genau man sich für einen der vier Bewerber entscheidet, kann sie nicht sagen. «Wir wollen aber so schnell wie möglich einen Entscheid fällen.»

«Auch die Schützenvereine wären sehr froh, wenn möglichst schnell ein Standwirt gefunden wird», sagt Herbert Notter, Präsident des Schiesssportvereins Mellingen. Seit dem 27. Februar wird samstags nämlich wieder geschossen auf der Mühlescheer. Das seien zwar erst Trainings einzelner Vereine – «das geht auch noch ohne Schützenstube», sagt Notter. Doch ab April wird intensiver trainiert und es finden bereits wieder obligatorische Schiessübungen für Armeeangehörige statt, welche die Schützenvereine organisieren. «Dann wäre es gut, eine offene Schützenstube zu haben», sagt Notter.