Baden

Vier Hausärzte arbeiten in einer Arztpraxis beim Bahnhof

Ab 1.September öffnet das neue Badener Doktorzentrum seine Türen. So sieht der Empfangsraum der neuen Gruppenpraxis aus.

Ab 1.September öffnet das neue Badener Doktorzentrum seine Türen. So sieht der Empfangsraum der neuen Gruppenpraxis aus.

Vier Hausärzte aus der Region eröffnen in Baden eine moderne Gruppenpraxis im Langhaus. Ab 1. September empfängt das neue Badener Doktorzentrum seine Patienten.

Drei der vier beteiligten Hausärzte nehmen ihre angestammten Patienten mit in die neue ärztliche Gruppenpraxis. Der 59-jährige Christian Thouvay praktizierte bisher in der Weiten Gasse, Margot Enz (55) im Bäderquartier und Peter Ackle (62) an der Neuenhofer Bifangstrasse. Doch die neue Praxis will nicht nur bewährte Hausarztpraxen zusammenlegen, sondern auch neue Kapazitäten schaffen: Dafür wurde die 48-jährige Sabine Brunner aus Windisch als vierte Hausärztin gewonnen. Sie freut sich auf neue Patienten.

Ab Sommer 2015 arbeitet zudem ein 33-jähriger Arzt in der Praxis. Junge Ärzte begeistern sich laut Daniel Hotz für die Lage beim Bahnhof. Hotz ist Leiter Praxismanagement bei der Argomed, welche die organisatorischen und kaufmännischen Arbeiten in der Arztpraxis übernimmt. «Wir stehen in einem harten Konkurrenzkampf um junge Ärzte, die oft auch kein eigenes Auto mehr haben.

Mit dem Standort beim Bahnhof können wir auch Ärzte aus Zürich dafür begeistern, bei uns zu arbeiten.» Argomed boomt: Bereits vor einem Jahr eröffnete das Unternehmen zusammen mit Hausärzten eine Gruppenpraxis in Aarau und im Jahr 2011 hat die Argomed ihren Hauptsitz von Baden-Dättwil nach Lenzburg verlegt, weil der alte Standort zu klein wurde. Verwaltungsratspräsident der Firma ist Kurt Kaspar aus Fislisbach, der das Doktorhaus in Fislisbach mitgründete — ebenfalls eine Gruppenpraxis.

Zusammen sind die vorerst vier Hausärzte zur Hälfte an der Doktor Zentrum Baden AG beteiligt, der Betreibergesellschaft der neuen Gruppenpraxis. Als ihre Vertretung im Verwaltungsrat und auch als Präsidentin fungiert Margot Enz. Die andere Hälfte an der AG hält Argomed, vertreten durch Kurt Kaspar.

Gruppenpraxen werden stets beliebter, insbesondere bei den Ärzten selber: «Ältere Ärzte können ihr Pensum so bis zur Pensionierung langsam reduzieren. Und jüngere Ärzte möchten nicht mehr 24 Stunden verfügbar sein. Für sie sind Gruppenpraxen daher ideal.» Verdienen die Ärzte weniger, wenn sie keine eigene Praxis haben? Daniel Hotz sagt: «Grundsätzlich ist in Gruppenpraxen das gleich attraktive Einkommen realisierbar wie in jeder Praxis.»

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