Die Gemeinde Neuenhof wurde im vergangenen Jahr von einer mysteriösen Brandserie in Angst und Schrecken versetzt. Jetzt kommt Licht ins Dunkle: Ein 21-jähriger Feuerwehrmann aus der Gemeinde hat gestanden, mehrere der Brände gelegt zu haben.

Einer davon, den Brand am Mehrfamilienhaus an der Hofmattsrasse, hatte er schon letztes Jahr zugegeben. Wie viele Brandstiftungen der Deutsche gestanden hat, verrät die Staatsanwaltschaft des Kanton Aargaus nicht. Das Feuer in der Hundeschule Baregg bestreitet er aber, wie aus einer Recherche vom Fernsehsender Tele M1 hervorgeht. Der Brandstifter sitzt seit Anfangs Dezember im vorzeitigen Strafvollzug. 

Auch seinen Kollegen bei der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass der junge Feuerteufel dingfest gemacht werden konnte. Sie haben genau hingeschaut und stellten fest, dass der 21-Jährige manchmal an Einsätzen teilnahm, ohne dass er einen Alarm erhalten habe oder dass er als erster vor Ort war, obwohl er weiter weg wohnte. 

Feuerwehrkommandant Daniel Burger ist erleichtert über die Verhaftung des Brandstifters und dessen Geständnisse. Jetzt habe man Gewissheit und könne wieder ruhigeren Zeiten entgegen gehen, sagte Burger zu Tele M1. 

Faktisch ist der Brandstifter allerdings immer noch bei der Feuerwehr. Hier gilt nämlich nach wie vor die Unschuldsvermutung. Solange der 21-Jährige nicht verurteilt ist, kann er sein Kästchen mit der Uniform bei der Feuerwehr Neuenhof behalten. Im Moment ist er lediglich von Dienst dispensiert und bleibt indirekt ein Mitglied des Korps. 

Wann die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Verhafteten erhebt, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen noch. (cez)

Details und Reaktionen zum Brand in einem Mehrfamilienhaus in Neuenhof:

Neue Details zum Brandstifter von Neuenhof

Neue Details zum Brandstifter von Neuenhof

Der Brandstifter von Neuenhof war selbst Feuerwehrmann. In der Gemeinde ist man deswegen schockiert.