Baden

Vier neue Geschäfte in der Cordulapassage – das ist die erste Bilanz der Betreiber

Den Standort bezeichnen die vier Ladenbetreiber in der Cordulapassage als gut.

Den Standort bezeichnen die vier Ladenbetreiber in der Cordulapassage als gut.

Seit rund zwei Monaten haben die vier Geschäfte in der Cordulapassage geöffnet. Die Geschäftsinhaber ziehen eine positive Bilanz.

Ob Berufstätige, Lehrlinge, Schüler oder Velofahrer: Mit der Eröffnung der Cordulapassage ist Leben unter den Schulhausplatz gekehrt. Dazu tragen auch die vier Geschäfte bei – das Bäckerei-Franchise-Konzept «Mlinar» aus Kroatien, das orientalische Gastrokonzept «Le Passage», das Express-Lebensmittelgeschäft «7 Day-Shop» sowie «Paradiso Schönkaffee», das Coiffeur-Salon und Café zugleich ist.

Seit rund eineinhalb Monaten sind die Läden offen. Wie kommen die Geschäfte und die Cordulapassage bei den Passanten an und wie ist aus Sicht der Ladenbetreiber der Start gelungen?

Das BT hat nachgefragt: Wie halten die Besucher von der Cordulapassage mit ihren vier Läden?

Orientalische Häppchen und libanesische Speisen

Die Brüder Samko und Kay Algailani, die das Lokal «Le Passage» führen, sind soweit sehr zufrieden. «Wir sind sehr gut ausgelastet und bekommen positive Rückmeldungen», sagt Kay Algailani.

Das habe unter anderem damit zu tun, dass sie orientalische Häppchen und libanesisches Essen anbieten: «Das ist in Baden einmalig. Dafür reisen Gäste sogar aus Zürich an.» Am Mittag bedienen die Brüder vor allem Geschäftsleute und verkaufen Take-away-Menüs an Schüler. «Am Abend hingegen liegt der Apéro in unserer Lounge-Bar hoch im Kurs.»

Dabei kämen neben Berufstätigen auch Leute aus der Nachbarschaft ins «Le Passage». Mit dem Standort sind die beiden gebürtigen Iraker, die seit Jahren in Baden leben, glücklich. Der Platz sei sehr lebendig und lade zum Verweilen ein. Samko Algailani fügt hinzu: «Mit den anderen Mietern in der Passage pflegen wir ein freundliches und professionelles Verhältnis.»

Das Sortiment angepasst

Auch «7 Day-Shop»-Inhaber und Firmengründer Marouf Ahmadi blickt auf einen gelungenen Start zurück: «Wir sind sehr erfolgreich gestartet.» Das sei vor allem darauf zurückzuführen, dass das Lebensmittelgeschäft sieben Tage die Woche offen hat, unter der Woche bis 23 Uhr, am Wochenende bis 2 Uhr. «Die Öffnungszeiten sind für Kunden sehr attraktiv.» Als umsatzstärksten Tag habe sich der Sonntag herauskristallisiert. «Und das, obwohl dann weniger Pendler und Schüler unterwegs sind.»

Neben den Öffnungszeiten komme auch das spezielle Sortiment sehr gut an: «Wir bieten Lebensmittel an, die beispielsweise Migros, Coop oder Denner nicht führen.» Etwa internationale Speisen wie Persischer Reis oder Getränke aus Australien.

Im Hinblick auf die Schliessung des Denners im Falkengebäude habe man das Sortiment zudem etwas angepasst. Zum Standort sagt der Inhaber: «Die Cordulapassage ist sehr gut frequentiert und die Sitzgelegenheiten laden zum Innehalten ein.»

Schwierige Anfangsphase

«Wir sind einigermassen zufrieden, wie der Betrieb gestartet ist», sagt Damir Skobic, Inhaber und Franchisenehmer von «Mlinar Caffe». Derzeit stecke man in der Anfangsphase, die immer etwas schwierig sei. «Noch sind wir hier nicht allzu bekannt.» Nun wolle man dies mit mehr Werbung ändern.

Die Mlinar-Bäckerei hat Standorte weltweit und ist seit 2016 mit mehreren Filialen in der Schweiz vertreten – seit kurzen auch in Baden. Den Standort bezeichnet Skobic als sehr gut. «In der Cordulapassage zirkulieren den ganzen Tag viele Leute, an Laufkundschaft fehlt es nicht.» Dabei seien «To-go»-Artikel gefragt, aber auch an den Tischchen werde Platz genommen. «In ein paar Monaten sind wir dann richtig eingespielt und wissen, was zu verbessern ist.»

«Ganz einfach: Wir sind beides»

Für Gabriela Paradiso, Inhaberin des «Paradiso Schönkaffee», war der Start zufriedenstellend. «Die Auslastung war gut. Jedoch hoffen wir, dass mit der Zeit etwas mehr Kunden hierherfinden.» In den ersten paar Wochen sei die Kundschaft unsicher gewesen, ob es sich beim «Paradiso Schönkaffee» um ein Café oder einen Coiffeur-Salon handelt. «Es ist ganz einfach: Wir sind beides», sagt Paradiso mit einem Lachen.

Zum Beispiel könnten sich Kunden über Mittag eine Pediküre machen lassen und eine Suppe essen. Den Standort bezeichnet sie als gut. Dennoch hofft Paradiso, dass in der Cordulapassage künftig kleinere Anlässe wie etwa Flohmärkte durchgeführt werden. «Das würde mehr Leute in die Passage locken.»

Verwandtes Thema:

Autorin

Carla Stampfli

Carla Stampfli

Meistgesehen

Artboard 1