Pastoralraum

Volles Haus am Pastoralraum-Fest

Remetschwil Rund neun Monate nach dem Zusammenschluss luden die Kirchgemeinden Künten, Stetten, Bellikon und Rohrdorf zum Pastoralraum-Fest ein.

Trotz Regenwetter bewegte sich ein Zug voll bunter Regenschirme Richtung Algier-Hof im Remetschwiler Ortsteil Busslingen – dem geografischen Zentrum der vier Pastoralraum-Gemeinden Künten, Stetten, Bellikon und Rohrdorf. Immer mehr Leute strömten am Sonntag in das Festzelt, in dem der Gottesdienst auf dem Programm stand. Steh- und Sitzplätze waren voll belegt, als noch rund 150 singende Kinder in das Zelt marschierten und sich vor die Bühne platzierten.

Hinter dem Rednerpult war dem Pastoralraum-Leiter, Diakon Christoph Cohen, die Freude über den Besucherandrang anzusehen. «Ich bin überwältigt!», rief er strahlend und ergänzte in Bezug auf das triste Wetter mit einem schelmischen Lächeln: «Gott will uns wohl damit zeigen, dass er uns seinen Segen gibt.» Das Publikum lachte.

Das Festmotto «Mer hebed ab» thematisierte Diakon Cohen auch in seiner Ansprache: «Bevor ein Flugzeug abhebt, wird das Gepäck beim Check-in gewogen. Dann zeigt es sich, ob man wirklich nur das Wichtige eingepackt oder vielleicht, doch zu viel Übergewicht dabei hat.» Auch die vier Kirchgemeinden hätten Sachen ablegen müssen, damit der Pastoralraum erfolgreich abheben kann, betonte Cohen.

Festivalgelände beim Algier-Hof

Dass das gelungen war, zeigte das Fest am Wochenende: Nicht nur die Kirchgemeinden, sondern auch zig lokale Vereine hatten sich an der Organisation beteiligt und für ein Programm gesorgt, das sich «abhob». So moderierte der Slam-Poet Remo Zumstein am Samstagabend einen Rundgang durch die Kirchgemeinden. «Zumstein war ein richtiger Glücksgriff», betonte Fest-OK-Präsidentin Vroni Peterhans. Er habe einen Kontrast zur christlichen Sprache gebracht, ergänzte Cohen. Für das Sonntagsprogramm beim Algier-Hof in Busslingen hatten die Organisatoren ein kleines Festivalgelände aufgebaut mit Tipi-Zelt, Fussballfeld und Verpflegungsständen. Neben dem Gottesdienst standen Modellflug- oder Drachen-Shows auf dem Programm und die Kinder konnten Fussball spielen, Mandalas malen oder basteln.

Mit dem Fest sollten sich die Kirchgemeinden noch besser kennenlernen und sich näherkommen, erklärte Cohen. Mit viel Fingerspitzengefühl hatte er mit Arbeitsgruppen den Pastoralraum im letzten Herbst nach langer Vorbereitungszeit gegründet. Das Fest steht nun symbolisch für den Erfolg dieses Zusammenschlusses. «Es war viel Arbeit für die vier Pfarreien», sagte Cohen. Jetzt seien sie bereit, abzuheben und den Weg in die Zukunft anzutreten.

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