Baden
Vom Hobbybetrieb zum Geschäft mit Ableger

Das Velofachgeschäft Bikezone an der Mellingerstrasse in Baden feiert sein 20-jähriges Bestehen.

Philippe Neidhart
Drucken
Teilen
Geschäftsführer Marco Wieser hat sein Hobby zum Beruf gemacht.

Geschäftsführer Marco Wieser hat sein Hobby zum Beruf gemacht.

Philippe Neidhart

Rennvelos hängen an der Decke, futuristisch gestaltete Mountainbikes in etlichen Farben stehen auf einem Podest. Das mit viel Liebe zum Detail gestaltete Geschäft für alle Arten von Velos läuft sichtlich gut. Im Minutentakt erscheinen Kunden, von einem Nebenraum sind Geräusche aus der Werkstatt zu vernehmen.

Vom Hobby zum Beruf

Alles begann vor 20 Jahren an der Mellingerstrasse. Der gerade einmal 22-jährige Marco Wieser hatte nach seiner Lehre die Freude am Velofahren entdeckt und entschloss sich, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Der Trend des Mountainbikings hatte erst kurze Zeit zuvor die Schweiz erfasst: «Man könnte sagen, ich bin am Ende vom Anfang dazugekommen», sagt Wieser. Zu Beginn war es nicht immer einfach, erzählt der leidenschaftliche Biker, «man lebt von der Hand ins Maul mit Minimalstbudget für einem selbst.» Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei. Mittlerweile ist aus dem einst hobbymässigen Betrieb ein Geschäft mit sechs Mitarbeitern geworden, zudem existiert ein Partnerladen in Windisch.

Dass Bikezone trotz Internetshops und der immer schneller werdenden Entwicklung im Velobereich erfolgreich ist, hat seinen Grund. «Bei uns gehen die wenigsten Velos standardmässig raus – auch wenn es nur kleinere Anpassungen sind», erklärt Wieser. Es sei wichtig, die Leute gut zu beraten und ein passendes Ambiente zu schaffen.

Faszination Velo

Die Wand des Geschäftes ziert ein Bild des Schlossbergplatzes aus längst vergangenen Tagen. Etliche Velofahrer sind darauf zu sehen – von Autos keine Spur. Für Wieser ist dies eine erstrebenswerte Situation: «Die Mobilität in Baden sollte sich mehr in Richtung Velo bewegen, der Verkehr in der Stadt kollabiert langsam aber sicher.» Velofahren sei vielseitig, schwärmt Wieser, «das Bike bringt dich weit, man kann Gebiete erkunden und ist unabhängig – ob in der Stadt oder in der Natur.» Man merkt schnell, das Feuer ist auch nach langer Zeit nicht erloschen: «Es waren zwanzig schöne Jahre, und ich freue mich auf die weiteren zwanzig, die noch kommen werden.»

Aktuelle Nachrichten