Spreitenbach
Von aussen sieht es praktisch fertig aus: Warum die Hilton-Eröffnung verschoben wird

Eigentlich hätte das neue Hilton-Hotel in Spreitenbach diesen Herbst eröffnen sollen. Doch die Eröffnung verzögert sich um ein halbes Jahr. Lesen Sie, was die Gründe hierfür sind.

Sabina Galbiati
Drucken
Teilen
Schon vor Wochen sah das Hotel Hilton Garden Inn praktisch fertig aus.Severin Bigler

Schon vor Wochen sah das Hotel Hilton Garden Inn praktisch fertig aus.Severin Bigler

SEVERIN BIGLER

Eigentlich hätten die ersten Gäste vor wenigen Wochen im neuen Viersternehotel Hilton Garden Inn nächtigen sollen. Nun eröffnet das Hotel im Kreuzäckerquartier erst im kommenden Frühling.

«Die Investoren und Bauherren der Immo Invest Partner AG und die Betreibergesellschaft HRMP AG, haben sich aufgrund von konzeptionellen Anpassungen und Verbesserungen des Haustechnik-Konzeptes sowie Anpassungen in der Ausbauplanung entschieden, den Eröffnungstermin auf das Frühjahr 2018 festzulegen», heisst es auf Anfrage. «Es war ein strategischer Entscheid, der letztendlich dem Kunden einen optimalen Nutzen bringt», sagt Bauleiter Fredy Ganz von der Immo Invest Partner AG.

Bei den Anpassungen geht es lediglich um Detailanpassungen. «An den Grundrissen der 117 Zimmer hat sich nichts geändert», sagt Ganz. «Wir haben im Hotel ein Musterzimmer samt Bad und WC einbauen lassen. Somit konnten Details optimiert und angepasst werden», erklärt Ganz und fügt an: Gleichzeitig habe man so auch die hohen Standards der Hilton-Gruppe intern prüfen können. «Wir haben die Räume, sprich die Zimmer aber auch Bäder und den Gastrobereich, zusammen mit der Betreibergesellschaft leicht optimiert.»

In erster Linie betreffe dies die haustechnische Infrastruktur, wo man durch vereinfachte Leitungsführungen und Anpassungen energetisch einige Optimierungen und Verbesserungen erzielen konnte. Weitere Anpassungen wurden in den Ausbaudetails vorgenommen. «Unser Ziel ist es, die hohen Ansprüche und Bedürfnisse der künftigen Hotelgäste zu erfüllen», betont Ganz. Weiter wollte man auch die gesamte Baustelle abgeschlossen haben, bevor das Hotel eröffnet. «Dies im Hinblick auf das Wohlbefinden der Hotelgäste und um die Sicherheit zu gewährleisten.»

Die Immo Invest Partner AG hat im Kreuzäckerareal insgesamt fünf der neun Gebäude realisiert. Darunter ein Büro- und Gewerbegebäude sowie den Längsbau mit 85 Wohnungen an der Landstrasse und zwei Mehrfamilienhäuser mit Gewerbeflächen. Mit den genannten Anpassungen im Hotel verschiebt sich die Eröffnung insgesamt um rund ein Jahr. Ursprünglich war angedacht, das Hotel im Frühling 2017 zu eröffnen. Doch bereits vor Baustart hatten sich die Investoren aufgrund der Bauabläufe des Gesamtprojekts entschieden, mit dem «Hilton» erst später zu beginnen. Man habe während der Planung die Prioritäten für die einzelnen Gebäude neu gesetzt, hiess es im Rahmen vor einem Jahr.

Treffpunkt in der Region

Während im Innern noch gebaut und geschliffen wird, hat die Vermarktung und Vermietung der zwölf Eventräume bereits begonnen. «Besonders die grossen Säle mit bis zu 400 Quadratmeter benötigen für den Verkauf grösserer Events genug Vorlaufzeit», erklärt Hoteldirektor Michael Reinhardt, der auch schon das Hilton Zürich Airport leitete. Dass es nun länger dauert bis zur Eröffnung, stört ihn überhaupt nicht. «Im Gegenteil, so haben wir mehr Zeit, um uns richtig zu vermarkten», sagt Reinhardt.

Damit spricht er insbesondere grössere Seminare und Meetings an. «Wir wollen uns aber ganz klar auch im regionalen Markt etablieren», betont Reinhardt. Das Gastrokonzept «Limmig Restaurant-Bar-Cigarlounge» sieht nicht nur eine Showküche vor, sondern man will mit regelmässigen Anlässen auch ein Treffpunkt in der Region sein. «Zudem wollen wir Personal und Dienstleistungen möglichst aus der Region beziehen, auch die Qualität der Produkte steht dabei im Vordergrund.»

Mit Chefkoch Adrian Lauber konnten die Hotelbetreiber den Sieger des «Best of Swiss Gastro Award» 2013 an Bord holen. Er kochte damals im Restaurant The Steakhouse im Hotel Marina in Lachen SZ. «Er wird bei uns unter anderem Steaks auf dem Lavastein grillieren», sagt Reinhardt. Damit auch in der Küche ein reibungsloser Start garantiert ist, hat Lauber bereits begonnen, die Menus für die Speisekarte zusammenstellen.

Aktuelle Nachrichten