Es ist unübersehbar. In Würenlingen steht die fünfte Jahreszeit unmittelbar bevor. Das Fasnachtsvirus hat die Gemeinde erfasst. Pappfiguren lachen vom Strassenrand, die Strassen sind feierlich dekoriert. Es sind die Vorboten auf die närrische Zeit, die morgen in einer Woche offiziell mit Eröffnungsball beginnt. Sechs Tage befindet sich die Gemeinde dann im Ausnahmezustand.

Damit möglichst alles reibungslos über die Bühne geht, dafür ist André Wenzinger besorgt. Der Präsident der Fasnachtsgesellschaft Würenlingen informierte gestern Abend über den Stand der Vorbereitungsarbeiten und stellte das Thema der diesjährigen Ausgabe, der mittlerweile 51. vor: «Mer lönd d’Chele im Dorf» lautet das Motto.

Was auf den ersten Anschein wenig originell klingen mag, macht bei genauerer Betrachtung durchaus Sinn. Die Renovierung der katholischen Kirche St. Michael im vergangenen Jahr dient nicht nur als Namensgeber. Auf der Festplakette ist auch der Kirchenturm als Sujet abgebildet.

Apropos Sujet: Am Umzug, dem jeweiligen Höhepunkt der Festivitäten, rechnen André Wenzinger und sein Team bei schönem Wetter wiederum mit 15 000 Besuchern. 38 Sujets veranstalten am Sonntag, 3. März ein farbenfrohes und lautstarkes Corso.

Zehn Guggenmusiken und mehr als zwei Dutzend Wagen sind im Programm. Darunter viele Würenlinger Fasnachtsgruppen. Eine davon sind die Chäppelibööge. Sie haben sich thematisch für die erste Mondlandung vor 50 Jahren entschieden. Die Chäppelibööge stellen dabei die Frage, ob die Apollo 11 mit Neil Armstrong tatsächlich auf dem Trabant gelandet ist. Wer es genau wissen möchte, dem empfiehlt sich ein Augenschein vor Ort.