Ein Haus in der Badener Innenstadt schreibt abermals Geschichte. Im Eckbau der Badstrassenzeile wird derzeit eifrig umgebaut und erneuert. Die Adresse einfach als Haus zu bezeichnen, würde diesem nicht gerecht. Hier wuchs Karl Moser auf, Erbauer der Badener Villen Langmatt, Boveri und Burghalde, des Zürcher Kunsthauses, des Badischen Bahnhofs, des Badener Postgebäudes und Vater der modernen Architektur. Letztmals wurde das 1850 erbaute Haus im Jahr 1980 umgebaut.

Eine neue Vorzeige-Adresse

Während mehr als eines Jahrhunderts gehörte das Haus dem Traditionsunternehmen Papeterie Höchli. Vor einem Jahr hat der Unternehmer Dölf Köpfli das Haus gekauft; aus Liebe zur Badstrasse und ihren Häusern, besonders zur Nummer 21, wo er mit seiner jungen Familie sogar selber gewohnt hatte. Der Immobilienunternehmer und Inhaber der Metaloca AG liess den Badener Architekten Emanuel Schoop einen sorgfältigen, aufwendigen Umbau planen.

Sein Versprechen, keinen Kleiderladen einzuquartieren, hat Köpfli gehalten. Im Erdgeschoss wird am 1. November ein Sunrise Center seine Türen öffnen. In den oberen Geschossen werden insgesamt sechs exklusive Wohnungen eingerichtet. «Es wird ein Bijou», verspricht Köpfli.

Unternehmer Köpfli hat nun einige Meter Richtung Bahnhof auch das «Alpiger»-Haus gekauft. In den zurzeit leer stehenden Geschäftsräumen des einstigen Uhren- und Schmuckgeschäfts wird in Bälde ein neuer Mieter einziehen. Ein Umbau sei aber vorerst nicht angesagt, sagt Köpfli.