«Re-Opening am 19. Mai» war bei der Cantina Fiori in der Weiten Gasse während Wochen in grossen Lettern auf einer Abdeckung zu lesen. Seit besagtem Datum ist klar, was sich im Inneren des Restaurants verändert hat: War der Raum früher schlauchartig gegliedert und die kleinen Esstische der Wand entlang platziert, präsentiert sich jetzt ein einladender Raum mit grossen Esstischen. «Auf die Idee für den Umbau bin ich gekommen, weil die Sommer-monate dank den Sitzenplätzen draussen zwar immer super liefen, die Wintermonate aber immer sehr hart waren», sagt «Fiori»-Wirt Kumaran «Kumi» Ramalingam (37).

«Ich wollte aus der Cantina endlich ein richtiges Restaurant machen.» Liegenschaftsbesitzer Lieni Fueter war von Ramalingams Ideen nicht nur angetan, sondern investierte auch selber in den Umbau und hatte massgeblichen Anteil an der Gestaltung und Möblierung des neuen «Fiori». «Dank dem neu gestalteten Raum mit den grossen Tischen können wir im neuen Raum nun auch Gruppen mit bis zu vierzig Gästen bewirten», sagt Ramalingam. Neu ist aber nicht nur das Restaurant, sondern auch die Küche und der Weinkeller, «wo sich unsere Gäste ihren Wein selber aussuchen können oder Wein-Degustationen durchgeführt werden können».

Vorfreude auf weniger Verkehr

Veränderungen gibt es aber auch bei den Öffnungszeiten. Machte das Lokal bis vor kurzem jeweils um 18 Uhr dicht, hat es neu jeweils bis 22 Uhr offen. Und neu ist das «Fiori» auch sonntags geöffnet, inklusive Frühstücks-Angebot. Ansonsten dürfen Stammgäste auf Konstantes – ergänzt durch regionale Produkte – vertrauen. So werden die beliebten Mittagmenüs weiterhin angeboten und die Küche ist italienisch, aber auch indisch geprägt. Wer sein Mittagsmenü bei uns abholen will, kann die Bestellung auf unserer Website bis spätestens 11 Uhr abgeben.

«Unsere Stammgäste sind begeistert vom neuen ‹Fiori›; der Sprung zum Restaurant ist uns geglückt.» Laut Ramalingam seien die letzten drei Jahre mit der Schulhausplatzbaustelle und den umgeleiteten Bussen durch die Weite Gasse nicht immer einfach gewesen. «Wir freuen uns jetzt, dass die Weite Gasse bald wieder verkehrsfrei wird.» Ginge es nach Kumaran Ramalingam, dürfte der 5er-RVBW-Bus aber weiterhin durch die Weite Gasse fahren. «Ich weiss nicht, wie sich ein allfälliger Wegfall der Bushaltestelle auf die Belebung der Weiten Gasse auswirken könnte.»

Vor 21 Jahren eröffnete das «Fiori» in der Weiten Gasse. Bis 2013 führten Peter Kiefer und sein Team das Lokal, ehe es Ramalingam im Herbst des gleichen Jahres übernahm. Als Siebenjähriger kam er aus Sri Lanka mit seinen Eltern in die Schweiz und absolvierte im «Sternen» in Wettingen eine Servicelehre; später eine Kochlehre im «Verenahof». Es folgten Stationen bei Mövenpick als Betriebsassistent, im Café Himmel in Baden und vor dem «Fiori»-Engagement als stellvertretender Leiter Restauration im «Du Parc» in Baden.