Wettingen
Vor der Bahnhof-Einweihung liess die SBB Veloschlösser knacken

Um für das Fest zur Neueröffnung des Bahnhofs Wettingen Platz zu schaffen, liessen die SBB Veloständer beiseite räumen. Diese waren zum Teil mit Velos belegt. Dabei wurden die Veloschlösser aufgetrennt und die Schlösser am Boden liegen gelassen.

Dieter Minder
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Vor der Bahnhof-Einweihung wurden Veloschlösser geknackt
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Bahnhofseinweihung Wettingen
Einweihung Bahnhof Wettingen

Vor der Bahnhof-Einweihung wurden Veloschlösser geknackt

Dieter Minder

Es sollte ein fröhliches Fest werden, die Einweihung des erneuerten Bahnhofs von Wettingen.

Doch einigen Personen, darunter Gerhard Schmid, die ihre Velos beim Bahnhof Wettingen abstellten, hat es vor allem einigen Ärger gebracht.

Um für das Fest Platz zu schaffen, liessen die SBB Veloständer beiseite räumen.

Diese waren zum Teil mit Velos belegt. Dabei wurden die Veloschlösser aufgetrennt, die Velos beiseite gestellt und die Schlösser am Boden liegen gelassen.

Die Veloeigentümer wussten nichts davon, die meisten waren vom Bahnhof aus mit dem Zug zur Arbeit gefahren. Den Schaden sahen sie nach Feierabend.

SBB übernehme Schlosskosten

«Die SBB haben sich jetzt für den Vorfall entschuldigt», sagt Gerhard Schmid. Er hatte sich, wie andere schriftlich beim Bundesbetrieb beschwert.

Im Entschuldigungsschreiben heisst es weiter: «Sie können mit der Quittung vom neu gekauften Schloss oder mit der Quittung vom alten Schloss an den Schalter von Wettingen gehen. Dort wird Ihnen das Geld zurückerstattet.»

Ein Fest für den neuen Bahnhof

Dabei hatte alles so schön begonnen: Die SBB und die Gemeinde Wettingen hatten zusammen den Bahnhof modernisiert und gemeinsam ein Eröffnungsfest organisiert (wir berichteten).

In einem Schreiben luden die SBB die Anwohnerinnen und Anwohner des Bahnhofs speziell dazu ein.

Auch die Gemeinde richtete eine Einladung an die Bevölkerung, in Aussicht standen nebst dem Festakt mit Ansprachen eine Zugstaufe sowie Bier und Würste.

Der Anlass, bei strahlendem Sonnenschein, wurde denn auch zu einem Erfolg.

Mehrere hundert Personen kamen, um den neuen Bahnhof und den eigenen Zug, einen sogenannten Regio-Dosto (Doppelstockzug) zu bewundern. An dessen Führerstand prangt seither das Gemeindewappen.

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