Baden
Vorwärtsstrategie: Die Stadtcasino-Baden-Gruppe expandiert

Mit einer Vorwärtsstrategie antwortet die Stadtcasino Baden AG auf den negativen Casino-Entscheid in Zürich. Das erklärten die Verantwortlichen anlässlich der Bilanz-Medienkonferenz zum erfreulichen Geschäftsjahr 2011.

Roman Huber
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Detlef Brose, CEO der Spielbank Baden AG. Archiv/RSC

Detlef Brose, CEO der Spielbank Baden AG. Archiv/RSC

Im vergangenen Jahr hat das Badener Casino seine Marktposition in einem schwierigen Umfeld verstärkt. Per 1. Mai erfolgte die Übernahme von 90% des Aktienkapitals des Casinos in Davos.

Die mehrheitlich im Besitz der Stadt Baden stehende Stadtcasino Baden AG, zu der die Spielbank Baden AG und damit das Grand Casino Baden gehört, hat nach der Einführung des Rauchverbots, dem weiter boomenden Online-Spiel auch den starken Schweizer Franken, die Eurokrise sowie die veränderte Wettbewerbssituation zu spüren bekommen.

Doch der Bruttospielertrag (BSE) ging im Jahr 2011 im Grand Casino Baden nur geringfügig um 1.4% zurück; auf dem Gesamtmarkt der Casinos waren es minus 5%. In Franken sind das 103.7 Mio. gegenüber 105.19 im Vorjahr, wovon allerdings rund 60% als Spielbankenabgabe an den Bund ging. Der Gesamtertrag der Stadtcasino-Gruppe, der auch die Gastronomie und das Parkhaus umfasst, stieg sogar leicht auf 64.2 Mio. Franken (2010: 64.1 Mio.). Der Konzerngewinn verdoppelte sich fast auf 7.3 Mio. Die Stadtcasino Baden AG kann wiederum eine Dividende von 25 Franken je Aktie ausschütten.

Wenn im Oktober das Casino Zürich eröffnet, rechnet man in Baden mit einer Umsatzeinbusse von rund einen Drittel. Der Stellenabbau wird weitgehend über die Fluktuation erfolgen können. Der Verwaltungsrat hat sich angesichts der einschneidenden Veränderungen der Marktverhältnisse für eine Vorwärtsstrategie entschieden, um der Stadtcasino-Gruppe neue Perspektiven zu eröffnen.

Die ersten Früchte davon sind die Übernahme des Casino Davos und der Gewinn der Konzession für das Casino Vaduz, wo zwar der Mitbewerber Bad Ragaz zwar noch eine Beschwerde hängig hat. Laut VR-Präsident Peter Blöchlinger würden sich weitere Projekte im nahen Ausland in Abklärung befinden.