Im Mai soll es so weit sein: Dann beginnen die Bauarbeiten zur Erweiterung des Kindergartens Allmend. Dabei wird das bestehende Gebäude aus dem Jahr 1966 mit einem länglichen, rechteckigen Bau gegen Südwesten hin ergänzt.

Im Obergeschoss findet der neue zweite Kindergartenraum Platz, im Erdgeschoss die Tagesstrukturen. Der Erweiterungsbau wird über die bestehende Eingangshalle erschlossen, die beiden Kindergärten im Obergeschoss werden miteinander verbunden. Die neue L-förmige Anlage, vom Badener Architekturbüro Meier Leder geplant, soll im Sommer 2017 bezugsbereit sein.

Und darum ist die Erweiterung nötig: Im Quartier Allmend/Münzlishausen sind in den letzten Jahren verschiedene Neubauten entstanden, Familien zogen zu, die Anzahl Kinder stieg. Um dem benötigten Schulraum gerecht zu werden, wurde im Sommer 2013 eine private Liegenschaft in der Siedlung Hirzemätteli provisorisch umgenutzt und somit ein zweiter Standort des Kindergartens Allmend eröffnet.

In diesem Provisorium untergebracht sind auch die Tagesstrukturen. Der Erweiterungsbau ermöglicht es nun, neu zwei Kindergartenabteilungen sowie die Tagesstrukturen unter einem Dach zu vereinen.

Räume im Schulhaus Burghalde II

Die Bauarbeiten, die etwas über ein Jahr dauern werden, bringen organisatorische Herausforderungen mit sich: Während der Standort Hirzemätteli mit den Tagesstrukturen bis zum Bezug des Erweiterungsbaus weiterbetrieben wird, muss die Abteilung im Kindergarten Allmend den Baumaschinen weichen.

Die Kindergartenkinder werden deshalb ab Anfang April ein Provisorium im Schulhaus Burghalde II besuchen. «Ein Shuttle wird die Kinder in der Allmend abholen, zur Schule Burghalde fahren und wieder zurückbringen», sagt Sibèlle Urben, Projektleiterin Planung und Bau bei der Stadt Baden.

Als eine gute Lösung bezeichnet Alexander Grauwiler, Geschäftsleiter der Volksschule Baden, den Shuttledienst. Die Sicherheit sei gegeben, der Bus verfüge über alle nötigen Bewilligungen. Im Allgemeinen sei der Erweiterungsbau an der vor kurzem stattgefundenen Informationsveranstaltung von der Bevölkerung gut aufgenommen worden, sagt Grauwiler. «Wir waren sehr positiv überrascht.»

Für das Quartier Allmend/Münzlishausen ist der neue Doppelkindergarten wichtig, wie Markus Schneider, Bauvorsteher und Vizeammann sagt: «Jetzt können die Kinder, die den Kindergarten Allmend besuchen, auch gleich dort betreut werden.» Zudem biete der Doppelkindergarten, falls etwas geschehen sollte, den Lehrpersonen eine grössere Sicherheit.

Bezug per 2016/17 nicht möglich

Dass im Mai mit den Bauarbeiten gestartet werden soll, ist für das Quartier eine gute Nachricht. Denn der Erweiterungsbau hätte bereits im vergangenen Sommer Formen annehmen müssen, der Doppelkindergarten per Schuljahr 2016/2017 bezugsbereit sein sollen.

Weil aber die Kosten des Vorprojekts über dem vom Einwohnerrat im Juni 2014 bewilligten Kredit von zwei Millionen Franken lagen, entschied der Stadtrat, das Projekt zu überarbeiten. Alexander Grauwiler fügt als Beispiel an: «Um Baufläche einzusparen, wurde die Raumauslastung erhöht.»

Künftig werden die Tagesstrukturen die Kindergartenräume nutzen, wenn diese nicht belegt sind. Rund 600 000 Franken konnten dank der Überarbeitung eingespart, die Kostenvorgaben dadurch eingehalten werden.